Ärzte in Freienohl von 1838 bis 2026 und leider nicht aktenkundig sind die Arzthelferinnen, inzwischen: Medizinische – Fach-Angestelltinnen, selbstverständlich hier geehrt
Und noch mehr Helfende, Heilende
Ganz besonders wichtig ist in diesem Text nicht das erste Wort „Doktor“, Gelehrsamkeit, sondern der zweite Teil „med.“: Medizin, der, die Heilende, der Arzt, die Ärztin.
Auflistung aus den Gemeinde-Akten im Stadtarchiv Meschede in Grevenstein; aus dem Buch: Dr. Manfred Wolf: Freiheit Freienohl 1272 – 1975, erschienen 1985. Dann aus: „Das Öffentliche für Meschede und Bestwig 2023/2024“.
Nun zu den Ärzten Ärztinnen:
Dr. Petrasch aus Meschede einmal wöchentlich in Freienohl ab 1838 (Wolf S. 198, siehe auch unten).
Wilhelm Müller, Juli bis Oktober 1845 in Freienohl gewohnt (Wolf S. 198, siehe unten).
Dr. med. Franz Scheffer: hier folgt nur seine Heirat in Freienohl aus dem Haupt-Heirats-Register Freienohl im Stadtarchiv Meschede, Archiv Freienohl, in Grevenstein. Über seine Arztpraxis in Freienohl ist damit nichts aktenkundig. Auch nicht in „Freiheit Freienohl“ von Dr. Manfred Wolf. Freilich im Heiratsregister:
Am 4.9.1876 / Nr. 22 Dr. med. Franz Scheffer, kath., geb. 4.2.1849 in Sundern, wohnhaft in Aplerbeck; Sohn der Eheleute Wald- und Feldbesitzer Heinrich Scheffer und Elisabeth geb. Cramer, wohnhaft in Sundern; mit Maria Sophia Wilhelmine Ferdinandine Linneborn, kath., geb. 30.12.1855 in Schnellenhaus, wohnhaft in Freienohl; Tochter der Eheleute Gutsbesitzer Anton Linneborn und Therese geb. Karthaus, wohnhaft in Freienohl; Zeugen: Schreinermeister Adolph Feldmann, LA 66, wohnhaft in Freienohl; Bäcker Franz Trumpetter, LA 36, wohnhaft in Freienohl.
Geburtshelfer, eingetragen in einer Liste am 17. Oktober 1888, war seit seinem Amtsantritt am 30. Mai 1883 der Arzt Dr. Carl August Marten aus Sternberg, Frankfurt / Oder, Assistenzarzt 1. Klasse. Er zieht um am 19. August 1891 nach Laage in Mecklenburg. Wenn es sich um „ganz normale“ Gründe handelt, stehen die nicht in den Amts-Akten, auch hier nicht.
Neuzugang – auch am 19. August 1891 – aus Leipzig: Dr. August Beckmann, Prakt. Arzt und Geburtshelfer; geb. 12. Juli 1861, Approbation am 26. Juli 1890 (Erlaubnis zum Arzt-Titel) in Darmstadt, Promotion (Doktor-Titel erhalten) am 3. Juli 1891, Abgang (zeitüblicher Ausdruck für Wegzug, nicht negativ gewichtet) am 4. August 1893.
Zugang am 4. August 1893 als Prakt. Arzt und Geburtshelfer: Dr. Heinrich Bödefeld, geb. 12. Juli 1861, Approbation am 13. Februar 1891 in Berlin, Promotion am 26. Februar 1891 in Greifswald, Abgang (gemeint ist: umgezogen) am 12. Juni 1895 nach Altena
Ab 5. November 1895: Dr. med. Wilhelm Gruhs; geb. 1856 in Brilon; Approbation in Berlin am 20. Januar 1885, Promotion in Marburg am 23.1.1886.
Protokoll der Gemeinde-Versammlung am 23. März 1904 TOP 7: Die Stelle als Armen- und Schul-Arzt soll vom 1. April d. J. ab dem Dr. med. Steimann hierselbst übertragen werden. Dem Dr. Gruhs in Oeventrop soll hiervon Kenntnis gegeben werden. – Sterberegister: Dr. med. Wilhelm Gruhs, gest. 13.7.1904 in Oeventrop; LA 48 J.; Freienohl 1895: Alte Haus-Nr. 222 / Hauptstraße 18; 3 männl., 3 weibl. Bewohner. –
Von 1895 bis 1904 in Freienohl (Wolf S. 198)
Dr. med. Steimann (Bruder von Pfarrer Steimann in Freienohl)
Dr. med. René Ransoné von 1908 bis 1913 in Freienohl (Wolf S. 198) Alte Haus-Nr. 186
Dr. Nikolaus Dehen von 1913 bis 1945 (gest.) in Freienohl ansässig (Wolf S. 109)
Dr. Heinz Breuckmann von 1945
Dr. Karl-Hermann Wunderle von 1956 Praxis zunächst „Alte Schule“, ab 1966 Stiftsweg, bis 1982.
Dr. E. Piekorz ab 1982 Stiftsweg
Nachfolgend: unvollständig: Dr. Liebermann. – Dr. Fresen.
Zahnärzte in Freienohl: Dr. Josef Hatzig (gest.1958). – Dr. Rudolf Vorderwülbecke. –
Dr. Schlömer. – Dr. Schröder-Schneider.
Geburtshelfer, Ärzte
Als Geburtshelfer, eingetragen in einer Liste am 17. Oktober 1888, war seit seinem Amtsantritt am 30. Mai 1883 der Arzt Dr. Carl August Marten. Er zieht um am 19. August 1891 nach Laage in Mecklenburg. Wenn es sich um „ganz normale“ Gründe handelt, stehen die nicht in den Amts-Akten, auch hier nicht. –
Zum 4. Juli 1845 hat sich in Freienohl der Wundarzt Erster Klasse Wilhelm Müller nieder gelassen, früher wohnhaft im Kreis Erkelenz im Regierungsbezirk Aachen. Zunächst schien es „für Arnsberg“ so zu sein,als könne er seine Qualifikation nicht nachweisen. Dann hat doch alles Nötige vorgelegen: sein Vorlesungs-Attest vom Chirurgischen Friedrich-Wilhelm-Institut in Berlin vom 28. August 1838, seine Approbation und sein Militär-Führung-Attest von Berlin vom 30. September 1840 und die Verordnungs-Aufforderung der Königlichen Regierung zu Cöln am 23. November 1840. Schließlich alles unterzeichnet vom Freienohler Amtmann von Devivere. – Seine weiteren Daten: geb. 18. Juni 1812; Militärdienst beim 28. Infanterie-Regiment vom 1.November 1838 bis zum 30. September 1840; Studienbeginn in Münster; dann im Spital in Bonn; nach seiner Approbation in Hennef. – Am 23. Oktober 1845 informiert der Wundarzt Müller den Amtmann Devivere, dass er nach Oestinghausen im Kreis Soest gegangen ist. (Amts-Archiv: AA 1737). –
Zum vielleicht ersten in Freienohl regelmäßig praktizierenden Arzt in Freienohl: Am 8. November 1838 gibt Bürgermeister Koffler bekannt: „Der Herr Doktor Petrasch aus Meschede wird von jetzt ab jeden Montag in der hiesigen Freiheit anwesend sein, um Kranke zu besuchen oder um sonst denselben in seiner Absteige und im Quartier bei Herrn Raulf zu ordinieren.“ (als Arzt zu helfen) (AA 1737) – Leider fehlt der Vorname,bei Petrasch und Raulf; vielleicht Arnold Raulf, Parzelle 721, Ecke Hauptstraße / Twiete (gilt für 1827) oder Josef Raulf, Poststation, Krämer, Bäcker, alte Haus-Nr. 90 Parzelle 699 (gilt für 1846) Ecke Hauptstraße / Bergstraße (2009: Schuhhaus Klemm). Ergänzung: Ein Dr. med. August Petrasch praktizierte 1834 In Werl. Ein Sekretär Caspar Petrasch lässt sich 1790 in Rüthen nachweisen. (Stadtarchiv Rüthen)
Bürgermeister Koffler ergänzt seine Bekanntmachung vom 8. November 1838 damit, dass auch noch für eine Apotheke im hiesigen Ort gesorgt werden kann. (AA 1737) –
Die Daten vom Wundarzt Erster Klasse und Geburtshelfer Heinrich Stephcan Rudolph vom 20. März 1852: er hat sich in Freienohl niedergelassen; geb. am 6. August 1811; Compagnie-Chirurg bei der 7. Battaillons-Brigade von 1834 bis 1846 (12 Jahre!), dann in Privat-Praxis niedergelassen; medizinische Studien 2 Jahre in Göttingen und 2 Jahre in Berlin; Approbation zum Wundarzt Erster Klasse am 616. Januar 1847; dann in Warburg am 12. Oktober 1848; Approbation zum Geburtshelfer in Berlin am 27. Mai 1850; dann im Enniger Kreis Beckum Graf Schmiesing am 13. Juli 1850. Am 7. Juni 1852 nach Hellefeld gezogen. Keine 3 Monate in Freienohl (AA 1737). –
Rund um 2025: Ärzte, Ärztinnen in Freienohl aus: „Das Örtliche 2023, 2024“
Dr. med. Astrid Bösselmann, Zahnärztin, dauernd sehr dankbar ist das Erinnern beim Speisen Essen, Kauen an das meisterhafte Können ihres Gatten zum Herstellen unseres ganz individuellen Gebisses!
Dr. med. Gisbert Breuckmann und seine Gattin Dr. med. Martina Breuckmann, Fachärzte für Allgemeinmedizin; hierher gehört schon ganz selbstverständlich und ganz herzlich die Freude und Dankbarkeit von uns und vielen Jungen und ihren Alten rund um Freienohl an das Grund-Dauer-Werk: MobiDoc, siehe unten. – Exquisit dankbar sind wir Freienohler unserem „Ärztehaus“ für den Einzug mit ihrer heilenden Ärzte-Praxis die ausländischen und auch kulturell von weither gekommenen Kollegen, besonders auch willkommen fie Flüchtlinge! –
Dr. med. Marie-Luise Herschbach-Düring, Kinderärztin, sie ist ein heilendes Glück für unsere Freienohler jungen Eltern, insbesondere für die Mutter mit ihrem kleinen Kind! –
Dr. med. Reinhold Kerstholt, Zahnarzt, dank seiner medizinischen Heilung, Reparatur unserer Zähne können wir wieder lecker essen und trinken, lutschen, schmecken und schmausen.
Dr. med. Joachim Kintrup, Arzt.
Dr. med. Eduard Piekorz, Facharzt für Allgemeinmedizin, und Gattin Maria Piekorz, Frauenärztin; auch ihre medizinische Qualifikation betont ihr heilendes Können.
„MobiDoc“ ist hier genau richtig und immer ganz herzlich verbunden mit dem Gründer-Vater Dr. med. Gisbert Breuckmann mit allen seinen zahllosen Mitarbeiterinnen, und jungen und älteren Pflegekräften! Clever Google: MobiDoc: Der ambulante Pflegedienst im Hochsauerland und Märkischen Kreis, – liebevoll und medizinische Unterstützung, – die „Residenz“ in Freienohl: Betreuung, Sicherheit, Komfort… – MobiDoc auf Deutsch, biblisch, Matthäus-Evangelium 10,8: „Heilen, umsonst gehen!“
Schließlich zu den Damen, die nicht nur die Türen, sondern auch die Herzen öffnen zu den
Arzthelferinnen, inzwischen: Medizinische-Fach-Angestelltinne: Eine Erinnerung mit Schmunzeln: Vor gut 30 Jahren am Berufskolleg, BKM, in Meschede wurde der Reli- und Psychol-Lehrer beauftragt, bei diesen Azubis, Auszubildenden Religion und Deutsch zu unterrichten; anfangs ein Hin und Her: „Wieso haben wir denn noch Deutsch?“ – „Denken, dichten und sprechen, schreiben und glauben Frauen anders als Männer?“ – „Selbstverständlich!“ – Ein wunderbares Schuljahr auch dank Hildegard von Bingen (1098 – 1179), Roswita von Gandersheim (935 – 980), Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848), Edith Stein (1891 – 1942 erschossen im KZ-Auschwitz von den Nazis). Ein neues Lehr-Lebens-Jahr.
Auch unserer Caritas, Diakonie, Feuerwehr, Polizei und allen immer Helfenden, Heilenden gebührt und gilt unsere herzliche Dankbarkeit!
Heinrich Pasternak, Juni 2026.
