Neuer Text zum Pausenhof

„Pausenhof“: So ein Irrläufer mit Macht macht nichts

„Pausenhof“: mustergültige Psychopolitik mitten in Freienohl

und Freienohler Diskussions-Freude

 

Psychopolitik zum Platz-Namen „Pausenhof“ vom 15.11.2013 bis zum 18.6.2017, mit Ergänzungen vom Januar 2o25.

Zur Einleitung, Einfühlung, Empathie sich einlesen

mit dem Buch von Dr. Manfred Wolf: Freiheit Freienohl 1272 – 1975: Die Schule, Seite 110-112, Die Schule im 19. und 20. Jahrhundert, Seite 193-195;

auf freienohler.de: Franz Kroh: Schulkronik von 1893-1907; und H.P.: Unsere Schule in Freienohl;

und im Buch: „Jubiläumsbuch Freiheit Freienohl 750 Jahre Freienohl 1272-2o22“: „Das Projekt „Pausenhof“ in Freienohl“, Seite 26; „St. Nikolaus Grundschule in Freienohl ist „Haus der kleinen Forscher“, Seite 111; „Konrad-Adenauer-Schule“, Seite 112.

Die zahlreichen folgenden Termin-Daten mit den sich oft wiederholenden Inhalten zeigen zahlreiche Diskussionen; die Namen der Diskutierenden werden aus Höflichkeit nicht genannt. - Nun noch die letzten 6 Zeilen vom Haupt-Text lesen und dann hier weiter:

 

Der Name „Pausenhof“ stand von Anfang an genau fest. Mustergültig entsprechend der Denkfabrik in Berlin rund um Prof. Dr. Byung-Chul Han mit seinen Büchern „Die Austreibung des Anderen: Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute“ (2016), „Psychopolitik“ (4.2014) und „Müdigkeitsgesellschaft“ (2010). Der Untertitel verdeutlicht das: „Neoliberalismus und die neuen Machttechniken“. Entweder man passt sich genau an und kommt dabei groß 'raus, sollte nur aufpassen vor der „Narzissmusfalle“ (Reinhard Haller, 2013). oder sagt sich mit Beckenbauer: „Schau' mer mal!“ und hat gewiss einige Machttechniken der „Psychopolitik“ durchschaut, hat Mitdenker, macht Vorschläge, denn „Psychopolitik“ existiert auch in kleinen Lernfabriken, Freuneskreisen. Denn die Machttechniken sind durchschaut und das ist schon Entwicklung außerhalb der Psychopolitik.

Darum stehen hier Zitate aus „Psychopolitik“.

„Die Macht hat sehr unterschiedliche Erscheinungsformen. Ihre direkteste, unmittelbarste Form äußert sich als Negation der Freiheit... Die Macht ist aber nicht darauf beschränkt, Widerstand zu brechen und Gehorsam zu erzwingen. … Gerade da, wo die Macht nicht eigens thematisiert wird, ist sie fraglos da.“ (S. 25) - „Pausenhof“ wird, wurde öffentlich nicht diskutiert.

„Die smarte, freundliche Macht operiert nicht frontal gegen den Willen der unterworfenen Subjekte, sondern steuert deren Willen zu ihren (der Macht) Gunsten. … Sie ist bemüht, positive Emotionen hervorzurufen...“ (S. 27) „Wir als Dorfgemeinschaft... Name hat sich inzwischen eingebürgert...“

„...Erzählen führt zur Selbstfindung oder zur Selbsterkenntnis.“ (S 83) Ob die Bänke kommunikationsfähig platziert sind?

„Die digitale Psychopolitik … ist dazu imstande, in die psychischen Prozesse prospektiv einzugreifen. Sie ist womöglich schneller als der freie Wille. So kann sie ihn überholen. Das würde das Ende der Freiheit bedeuten... Die digitale Psychopolitik wäre in der Lage, sich des Verhaltens der Massen auf einer Ebene zu bemächtigen, die sich dem Bewusstsein entzieht.“ (S. 86, 89) Dazu sind die Bänke platziert.

„...So verbietet Rousseau die Bildung politischer Parteien und Vereinigungen. Rouseaus Demokratie ist eine Demokratie ohne Diskurs und Kommunikation.“ (S. 98) Der Name „Pausenhof“ stand von Anfang an fest, über Jahre ohne politisch öffentliche Diskussion, Kommunikation.

„Die Lebenskunst als Praxis der Freiheit … entwaffnet die Psychopolitik als Medium der Unterwerfung.“ (S. 105) Der Name „Freiheitsplatz“ s.o.

„Sokrates ist ein Idiot...Der Idiot hat Zugang zum Ganz-Anderen... ist einfache Öffnung zum Licht.“ (S. 107, 113)

Der Name „Kirchplatz“ zeigt mit seinen symbolträchtigen Stufen (3 – 3 - 3 – 5) zur Kirche Zugang zum ganz Anderen: der Ganz-Andere kann Gott, Jesus Christus sein.

Platz-Namen-Vorschlags-Liste

Antonette-Bause-Platz /   Franz-Göckeler-Platz /   Lehrer-Ludwig-Schwefer-Platz   /   Carl-Richard-Montag-Platz   /   Neue Freiheit   /   Unsere Freiheit   /   Freiheits-Mitte /   Freiheits-Platz   /   Hanse-Platz   /   St. Nikolaus-Platz   /   Nikolaus-Platz   /   Kirch-Platz   / Friedens-Platz   /   Wohlfühl-Platz   /   Cousolre-Platz.

 

Begründungen für die einzelnen Namen:

Vorschäge für öffentliche „Wahrnehmung und Kommunikation“

Das Datum gibt die Veröffentlichung an. – Eine Erinnerung vom Januar 2025: Vor dem angegebenen Datum war interessant bei den verschiedenen Platz-Namen die unterschiedliche Wahr-Nehmung (!) bei den mitdiskutierenden älteren und jüngeren Freienohlerinnen und Freienohlern, auch aufgrund ihres Lebens- und Berufsfeldes.

15.11.2013:

Pausenhof / Schulplatz / Antonette Bause Platz / Freienohl Mitte:

Meinungen mitteil'n, also dabei sein!

Diskutieren und partizipieren!

Aufmunternde, animierende Argumentations-Praxis!

Im Hintergrund die Kulturelle Erfahrung:

„Was alle berührt, muss auch von allen gebilligt werden!“

So Kaiser Justinian (527-565) in seinem Codex corpus juris civilis. Aufgegriffen auch von Papst Bonifatius VIII. (1294-1303):

„Quod omnes tangit, debet ab omnibus approbari!“

Gleichzeitig die praxisnahe Selbstverständlichkeit: Der Stumme Ochse an der Universität in Köln: Thomas von Aquin:

„Zuerst mehrere Argumente dafür, dann mehrere Argumente dagegen nennen, erst dann sich entscheiden!“

Im Vordergrund: „Butter bei die Fische“:

Pausenhof

Dafür: Endlich, regelmäßig, Tag für Tag Pause von zu Hause!

Dafür: Endlich ein Freiraum zum Flashmob mitten in unserer Freiheit!

Dafür: Hof ist ein schönes altes Wort, erinnert an früher!

Dafür: Mal ein Wort von draußen und nicht in Freienohl erfunden!

Dafür: Endlich mal keiner der üblichen Straßen-Namen!

Dafür: Kein Name eines „Eingesessenen“, eines Dichters, Musikers, Politikers.

Dagegen: Zur Schulzeit gehört zuerst das Lernen, das systematische Training von Verstand und Vernunft hinein in möglichst viele Richtungen; die richtigen Pausen sind für zu Hause.

Dagegen: Im Mittelpunkt unseres Dorfes, an der Stelle der Alten Schule sollen wir doch nicht Pause machen lernen!

Dagegen: Ein Hof ist ein schönes altes Wort, aber als Denk-Weg zur Alten Schule ziemlich umständlich!

Schulplatz

Dafür: Manche Ur-Freienohler verbinden damit kurz und bündig ihre Alte Schule.

Dafür: Der Name Schulplatz soll, kann alle Erwachsenen an ihre Kinderzeit und Schulzeit erinnern, an schöne Erlebnisse und an traurige Erfahrungen.

Dagegen: Zahlreichen und auch schon verstorbenen Freienohlern war ihre alte Schule das alte Amtshaus, oder das ehemalige Feuerwehrhaus, oder das alte Schwesternhaus und nicht die Alte Schule.

Dagegen: Für die wohl meisten Freienohler der Jetztzeit war ihr Schulplatz die St. Nikolaus-Grundschule oder KAS, die Konrad-Adenauer-Schule, oder 1 der 3 Schulen in Arnsberg, oder 1 der 4 Schulen in Meschede, oder in Eslohe, in Bestwig, in Olsberg.

Dagegen: Der Name Schulplatz ist wegen seiner Vielseitigkeit viel zu einseitig.

Antonette Bause Platz

Dafür: Bis jetzt existiert nur EIN Frauen-Straßen-Name bei ZWANZIG Männer-Straßen-Namen bei uns in Freienohl!

Dafür: Antonette Bause ist die zweite Frau, nach der in Freienohl ein öffentlicher Platz benannt wird. Christine Koch hat als erste Frau den Namen Christine Koch Straße verdient.

Dafür: Antonette Bause ist die erste Lehrerin der 1836 ganz neu eingeführten Mädchen-Schule im ganz alten Rathaus in Freienohl.

Dafür: Antonette Bause ist die 2. Frau und die 1. Lehrerin, die zur Schützen-Königin erwählt wurde und zwar 1857 vom Schützen-Hauptmann und Schützen-König Bauunternehmer Maurermeister Franz Göckeler, weil sie mit Freienohlern und ihren Kindern zusammen leben und lernen konnte.

Dafür: Antonette Bause hat 36 Jahre lang unzählige Freienohler Mädchen von der ersten bis zur letzten Klasse einflussreich ausgebildet, erzogen zu Frauen und Müttern, in Beruf und Hauswirtschaft, zu Lebens- und Lernfähigkeit, in Sitte, Bildung, Kultur, Religion.

Dafür: Antonette Bause hat 1873 nach 36 Dienstjahren als Lehrerin in Freienohl eine Geld-Stiftung für arme Freienohler Schulkinder hinterlassen und die Gelder reichten bis 1907.

Dafür: Mit dem Namen Antonette Bause Platz braucht keine Haus-Nummer geändert werden!

Dafür: Kein anderer Frauen-Name passt besser an diese Stelle in unserer Freiheit Freienohl!

Dafür: In unserem „freienohler.de“ steht ein ziemlich ausführlicher Lebenslauf: Antonette Bause – Eine ganz besondere Lehrerin in Freienohl / Die Freienohler Schulen von 1716 bis 1966 / Geschichtliches rund um unsere alte Schule.

Dagegen: Zu viel der Ehre: Antonette Bause ist keine gebürtige Freienohlerin und hat auch ihren Lebensabend nicht in Freienohl verbracht, sondern ist in ihre Heimatstadt Arnsberg zurückgekehrt.

Dagegen: Mit der Annahme ihrer Wahl zur Schützenkönigin war ein Jahr später der nachfolgende Pfarrer nicht einverstanden; er hat ihr und dem Bischof in Paderborn einen energischen Brief geschrieben.

Dagegen: Nachfolgende Schützen-Königinnen könnten den Anspruch nach einem Straßen-Namen erheben.

Dagegen: Zu der runden Zahl der 5 Freienohler Männer mit den Straßennamen Femme-Straße, Frohnen-Weg, Voss-Ecke, Kerstholts-Gasse, Kaiserwiese passt nicht noch ein 6. Name, dazu von einer Frau. Pfarrer Gerwinn gilt auch als Freienohler, - wegen seines Lebens-Einsatzes für die jüdischen Familien.

Dagegen: Erinnerung und Gedenken in Geschichte und Kultur liegen für Antonette Bause doch zu lange zurück, deutlich über 100 Jahre.

Freienohl Mitte

Dafür. Wenn auch der Name zunächst verwirrend klingen mag, so passt er ortsgeschichtlich genau hierher.

Dafür: Vor fast 200 Jahren „lasen“ von links nach rechts unsere Vorfahren von dieser Mitte aus unsere Straßen in dieser Reihenfolge: „Erste Straße“ oder „Östliche Straße“ und schließlich Bergstraße; dann folgte die Mittelstraße, die spätere St. Nikolaus Straße (weil, … pst!); die Krumme Stra0e hieß auch „Westliche Straße“ (die Düringstraße und später Brunnenstraße gab es damals noch nicht); und die „Ächteste Straße“ war – von der Mitte aus gesehen – die achterste Straße, die Querverbindung zwischen Krumme Straße und Bergstraße.

Dafür: Weil es keine Haus-Nummer von ihm gibt, wird sich kein Haus-Besitzer und kein Haus-Bewohner in arroganten Stolz steigern.

Dafür: Weil unsere Alte Schule über 100 Jahre lang für unzählige Freienohler erste Lern- und Bildungs-Mitte war, passt dieser Name genau hierher.

Dafür: Wer hier vorbeigeht oder in Ruhe oder zum Schwatern Platz nimmt, schmunzelt zufrieden stolz.

Dafür: In Erinnerung an Antonette Bause sollte der Freienohler Künstler, Bildhauer und Bronzegießer Bonifatius Stirnberg eine schöne und charmante Figur an die erste Lehrerin schaffen, bezaubernd wie sein Kunstwerk auf unserem Marktplatz.

Dagegen: Hinter „Freienohl Mitte“ steht unsere „Alte Schule“, und hinter ihr diese einmalige Lehrerin Antonette Bause.

Dagegen: „Antonette Bause Platz“ ist konkreter, mit Freienohler Leben, Geschichte, Kultur und Bildung voller und füllender als „Freienohl Mitte“.

2.12.2013

Unserer Freiheit Mitte

alles reimt sich noch nicht

Leer und öde: unserer Freiheit Mitte!

Leer und öde wär´ die Stätte!

Wenn nicht Küppels Claas da wäre

von der Schiedlike Borg, der träumte,

als er sein Denken nicht umzäumte:

Quer über die Leere ihn entzückte

unserer Kernstadt niedlichste Brücke.

Sie kam geschwommen auf einem Ruhr-Floß

gezogen von Treckern mit fröhlichen Hochs!

Unserer Freiheit Mitte ziert ihre Diagonale,

genau, noch vor Ende der Regionale.

Und unsern Pastor sein zweiter Tannenbaum

hat unter ihr noch einmal seinen Raum.

Leer und öde aber blieb die Stätte!

Zu Bruch gegangen im politischen Gestrüpp,

nicht nur im Traum da abgesüfft.

Manchmal gilt nicht: Die gesagten Gründe

sind nicht immer die wahren Gründe.

Zum Glück! Freiheit gibt nicht auf.

Sie legt noch einen drauf!

Unser Förderverein bringt weiter Taler dabei,

wenn noch kullern in dieses Zusammensein

drei, vier, fünf Prozent

vom Weihnachtsgeschenk

an Oma und Opa, Onkel und Tante,

an die Kids und alle Verwandte!

So geht’s schon weiter,

Freienohler bleiben heiter!

Nach Sightseeing der Baumeister da um die Ecke

im Hagener Freilichtmuseum:

Steinblöcke aus Berge´s nahem Bruch,

ja Halt für Nikolaus-Kirche: okay und huch!

Schützend und stützend, ein Halbkreis-Rund,

aus Sauerland´s allerfestesten Grund.

Drei, vier Stufen, Bank ähnlich geschichtet für Unten-Sitzer;

für Oben-Sitzer: die jungen Flitzer,

rauf und runter, immer munter!

Frei für Ü 60, 70, 80 und U 50, 30, 18,

mit Rollator, Spazier- oder Walkingstock

mit und ohne Sitzfleisch.

Lächeln, lachen, schmunzeln

auch der älteren Runzeln!

O, cool! Kein zickig sein und kein krakeelen,

kein meckern, zetern, heulen,

weil´s nicht passt zu Frigeneulern!

Und: unserer Freiheit Mitte ist kein Schulbus!

Also out of bounds for Facebook, E-Book, Twitter, alle Phone!

Drum frei geschaltet für jedes Alter:

quatschen, schwatern, Diskussion, Kommunikation,

Dialog, Trialog, Multilog, aber Monolog nur 3 Minuten!

Körpersprache: blanke Zähne nur ab und zu

auch em, em und unte, unte;

na ja, wenn´s sein muss,

weil´s auch kein Genuss.

Doch bald hat Küppels Claas ausgeträumt

und dann wird manches aufgeräumt.

Dann ist es nicht mehr allerlei

und aller guten Namen sind nicht drei,

- freienohler.de weiß es seit langem -

unserer Freiheit wunderbarer Schatz

heißt: Antonette Bause Platz!

Februar 2014: Leserbrief WP

„Pausenhof“

Der Name „Pausenhof“ für den Platz der 2013 in Freienohl abgerissenen „Alte Schule“ ist ein Arbeitstitel. Der neue Name wird anders sein. Die tatsächliche, endgültige Benennung dieses Platzes mit „Pausenhof“ ist eine historisch und geschichtlich bedacht und im Sprachgebrauch philosophischer Logik von Platon bis in die Jetztzeit eine Denominatio extrinseca, eine lediglich äußerlich aufgedrückte Bezeichnung ohne Realitäts-Bezug. Zum Beispiel: wenn alle ruhig sind und „den Mund halten“.

Historisch wahrgenommen (hier ohne die Jahreszahlen) lebten die Freienohler Schulkinder ihre Schulpause vor der Küsterei; in der Küsterei befand sich die Knabenschule; die Mädchenschule gab es da noch nicht. Jetzt befindet sich da Gardinen-Schwefer und der Friseur-Salon Bornemann. Der Kirchhof war damals noch kein Kirchplatz, kein Platz für die Pause. - Dann waren im Rathaus, zwischen der jetzigen Volksbank und der späteren Alten Schule, die Knaben- und Mädchenschule, getrennt, je ein Klassenraum. In der Pause durften die Kinder nicht auf die Arnsberg-Beverunger-Chaussee oder auch Provinzialstraße, aktenkundig wegen des Verkehrs. - Zur Zeit der Alten Schule spielten die Jungen auf dem Kirchplatz; der Kirchhof war verlegt auf den Totenhof, später und heutzutage Alter Friedhof. Die Mädchen spielten auf der mittleren Straße, heute St. Nikolaus Straße. - Die nächste Schule gab es für die Mädchen im alten Amtshaus; rechtsseitig war ihr Pausenhof. - Eine zusätzlich notwendig gewordene Schule war das inzwischen ehemalige Feuerwehrhaus, selbstverständlich noch mit getrennten Pausenhöfen. - Dann wurden die beiden jetzigen Schulen gebaut: die St. Nikolaus Grundschule und als Hauptschule die Konrad-Adenauer-Schule, beide mit ihren eigenen Schulhöfen, die hießen freilich nicht mehr Pausenhof. - Als die KAS noch nicht fertig war, gab es „Schule“ im Alten Schwesternhaus, mit dem Pausenhof dahinter und rechts daneben; aber nicht auf die Hauptstraße.

Logisches Fazit: in Freienohl gab und gibt es nicht einen, sondern mehrere Pausenhöfe. Und der Platz der Alten Schule war nie ein Pausenplatz, allenfalls für die Arrestzelle, wenn ein längerer Arrest in Arnsberg nicht notwendig war.

Kurzfassung

„Pausenhof“

Der Name „Pausenhof“ für den Platz der 2013 in Freienohl abgerissenen „Alte Schule“ ist ein Arbeitstitel. Der neue Name wird anders sein. Die tatsächliche, endgültige Benennung dieses Platzes mit „Pausenhof“ ist eine historisch bedacht und im Sprachgebrauch philosophischer Logik eine Denominatio extrinseca, eine lediglich äußerlich aufgedrückte Bezeichnung ohne Realitäts-Bezug. Zum Beispiel: wenn alle ruhig sind und „den Mund halten“.

Historisch wahrgenommen lebten die Freienohler Schulkinder ihre Schulpause vor der Küsterei; in der Küsterei befand sich die Knabenschule; die Mädchenschule gab es da noch nicht. Jetzt befindet sich da Gardinen-Schwefer und der Friseur-Salon Bornemann. - Dann waren im Rathaus, zwischen der jetzigen Volksbank und der späteren Alten Schule, die Knaben- und Mädchenschule. In der Pause durften die Kinder nicht auf die Arnsberg-Beverunger-Chaussee wegen des Verkehrs. - Zur Zeit der Alten Schule spielten die Jungen auf dem Kirchplatz, die Mädchen auf der mittleren Straße, St. Nikolaus Straße. - Die nächste Schule gab es für die Mädchen im alten Amtshaus; rechtsseitig war ihr Pausenhof. - Eine zusätzlich notwendig gewordene Schule war das inzwischen ehemalige Feuerwehrhaus, mit getrennten Pausenhöfen. - Dann wurden die beiden jetzigen Schulen gebaut: die St. Nikolaus Grundschule und als Hauptschule die Konrad-Adenauer-Schule, beide mit ihren eigenen Schulhöfen. - Als die KAS noch nicht fertig war, gab es „Schule“ im Alten Schwesternhaus, mit dem Pausenhof dahinter und rechts daneben.

Logisches Fazit: in Freienohl gab und gibt es nicht einen, sondern mehrere Pausenhöfe. Und der Platz der Alten Schule war nie ein Pausenplatz, allenfalls für die Arrestzelle, wenn ein längerer Arrest in Arnsberg nicht notwendig war.

6.5.2014

Pausenhof 1852 und so weiter zur Grünkraft unseres Küppels

Jeden Morgen 1852 und so weiter

„Tschau, Mama, wir gehen jetzt zum Pausenhof!“ So die beiden Söhne.

„Du spinnst, du gehst zur Schule. Seid artig zu den Mädchen!“ So die Mutter.

„Die sind aber so zickig, wenn wir die Treppe ´raufgehen.“

„Fräulein Lehrerin schimpft immer mit den Kerlen!“ So ein Mädchen.

Fräulein Lehrerin Antonette Bause, sie kam aus Arnsberg, aus der Stadt der Königlichen Regierung, sie hat sich dann beim Gemeinderat beschwert. Und die Gemeinde-Verordneten haben dann für die Knabenschule, so hieß damals die für alle Jungen gemeinsame Klasse, den Extra-Eingang gebaut. Später war da auch der Eingang zum Friseur-Salon von Frau Friseur-Meisterin Frau Brigitte Bornemann und ihre Mitarbeiterin Frau Walter. Übrigens: Inklusion, längst praktiziert. Alle Jungen-Jahrgänge lernten im selben Klassenzimmer. Die Mädchen eine Etage höher.

Nach der „Schule“, - die Redeweise für die Unterrichtszeit: „Mama, in der Arrest-Zelle, ganz unten, mitten im Keller, sitzt einer. Der ist nicht von hier. Der kommt aus Hellefeld. Sonst wüssten wir ja, wer das ist.“

Die Mutter zu ihrem Großen: „Als ich zum Krämer ging, hattet ihr gerade Pause. Fast alle Knaben waren auf ihrem Pausenhof: ihr Knaben auf dem Kirchhof rechts von der Kirche, die Mädchen auf dem Kirchhof links von Kirche. Fast alle. Ein paar haben sich hinter der Kirche getroffen und zusammen gekichert. Ein schöner Pausenhof!“ - „Mama, sag das nicht dem Herrn Lehrer!“ So kicherte schon der Kleine.

Ganz, ganz wenige Schüler hatten ihren Pausenhof in Arnsberg. Sie „besuchten“ - so sagte man damals -, das Gymnasium Laurentianum. Sie wohnten nicht mehr zuhause in Freienohl, das ging verkehrsmäßig gar nicht. Sie lebten in einer ihnen bekannten Arnsberger Familie.

Noch später war nicht nur der Kirchhof der Pausenhof, sondern der Platz rechts neben und hinter dem alten Amtshaus. Dann beim ehemaligen Feuerwehrhaus. Gleichzeitig gab es da schon drei Pausenhöfe in Freienohl.

Immer flexibler wurden Freienohler Schülerinnen und Schüler mit ihren Erinnerungen an immer mehrere Pausenhöfe.

In Arnsberg waren 5 Pausenhöfe: Gymnasium Laurentianum, Marien-Gymnasium, Realschule, Sonderschule (Förderschule), Berufsschule.

In Meschede 6 Pausenhöfe: Städtisches Gymnasium und Städtische Realschule, Benediktiner-Gymnasium und Walburga-Realschule, Sonderschule (Förderschule), Berufsschule.

Hinzu kamen 6: Eslohe: Realschule, Sonderschule, Dachdecker-Berufsschule. - Bestwig: Bergkloster. - Olsberg: St. Josefs-Heim, Berufsschule.

Wieder auf die 2 Pausenhöfe unserer Freiheit Freienohl zur St. Nikolaus-Grundschule und zur KAS: Konrad Adenauer-Hauptschule. Der Pausenhof vor unserem neuen Feuerwehrhaus: hier machen Freienohler Jugendliche, junge Mädchen und junge Männer bei ihrer Ausbildung zur Freiwilligen Feuerwehr ihre Pause. Beste Freiheit!

Diese Freiheit fing an am Platz der Alten Schule. Der Name passt, mitten in Freienohl: Freiheit. Denn mit der Grünkraft unseres Küppels ist das viermalige Grün auf unserer Freiheit bestes uraltes Zahlen-Symbol für den Kosmos, für die Welt: Für die 4 Himmelsrichtungen: Freienohler können in der ganzen Welt leben und arbeiten! Für die 4 Jahreszeiten: Wer will, fühlt sich hier immer wohl! Eine noch gründlichere Möglichkeit aus der alt-iranischen Kulturwelt, aufgegriffen vom Judentum und von Europa: für die 4 Paradies-Flüsse, die aus der eigentlichen Freiheit fließen, für das Tetragramm, die 4 Buchstaben für den Gottesnamen JHWH. Warum auch nicht! Über Arabien, Israel, Irland-Schottland, Nordamerika, Europa kommt gerne der Gruß zurück: Halleluja : Hallo!

 

5.11.2014

Käpt´n Blaubär beim Baden im Bömmecken plustert drauf los:

Sachfehler, Sprachfehler, Denkfehler, Ethikfehler, Fälschung: Pausenhof

Ins Bömmecken, in der Ruhr-Schleife fast unter der neuen Ruhrbrücke, wo manche Freienohlerinnen sich Schwimmen beigebracht haben, traute sich viel später mal Käpt´n unter die Äsche, die ja zum Glück nicht beißen:

Käpt´n Blaubär in der FP von 2024 – kein Schreib-, kein Zeitfehler (Freienohler Presse): „Na Kinners, was ist ein Sachfehler?“ - „Wenn der Smutje statt Pfannkuchen Sauerkraut bringt.“

„Was ist ein Sprachfehler?“ - „Wenn ein Sauerländer ´warte mal´ sagt. Doch das heißt ´wattte mal´.“

„Was ist ein Denkfehler?“ - „Ich googel mal: gutefrage.net: Wie kommt man hinter Denkfehle? Antwort: Gar nicht.“

„Was ist Machiavellische Intelligenz?“ - „Ist doch schon lange bekannt, vor etwa 500 Jahren: Erst zur Macht, dann zur Gerechtigkeit. Praktiziert Il Principe.

„Was ist ein Ethikfehler? - „Wenn ich dich, unseren Käpt´n, mit Admiral anrede.“

„Was ist eine historische und geschichtliche Fälschung?“ - Moses, der Jüngste an Bord: „Wenn die noch lebenden Schülerinnen und Schüler die Stelle unserer Alten Schule Pausenhof nennen. Der Pausenhof der Mädchen war links von der Kirche, für die Jungs rechts von der Kirche. Die Mädchen durften sich nicht am Geländer zur Hauptstraße festhalten.“

Ein 96-jähriger Oppa hatte zugehört: „Manchmal haben wir uns hinter der Kirche mit Mädchen getroffen.“ - Moses: „Und?“ - „Dann haben wir gekichert!“

Käpt´n Blaubär: „Alles zusammen kein Labskaus, kein Seemannsgarn.“

7.11.2014

Zum 22. Februar 1364 und 2014 : 650 Jahre Freiheit Freienohl

Frei von Augen-Zu! Ein freier Aufbruch zum Freiheits-Fest-Umzug: „Freies Mit-plus-Durch-Denken“!

Eine ungewöhnliche, muntere und freiheitliche Diskussion!

Wie unsere beiden Ruhr-Äsche. Wie in der freiheitlichen Denkwerkstatt im 13. Jahrhundert in der Universität Köln mit ihrem Professor Thomas von Aquin, von seinen Studenten genannt: der „Stumme Ochse“.

Zwölf Argumente für etwas Neues, zwölf Argumente für den Antonette Bause Platz!

Wenn unsere zwei Wappen-Ruhr-Fische zur Fisch-Art Äsche gehören, dann besitzen sie keine Zähne, dann können und wollen sie sich nicht beißen, sondern sie mögen sich, sie gehen sehr lieb miteinander um, - pst ! - sie küssen sich.

Hier also der Umzug: Werbung – Plädoyer – Stimulation – Vision - Aufmunterung zur Freiheit konkret.

Bis jetzt existiert nur EIN Frauen-Straßen-Name bei ZWANZIG Männer-Straßen-Namen bei uns in Freienohl! EIN Frauen-Straßen-Name hat Platz!

Antonette Bause ist die ZWEITE FRAU, nach der in Freienohl ein öffentlicher Platz benannt wird. Christine Koch hatte als ERSTE FRAU einen Straßen-Namen verdient.

Antonette Bause ist die erste Lehrerin der 1836 ganz neu eingeführten MÄDCHEN-SCHULE im ganz alten Rathaus in Freienohl.

Antonette Bause ist die zweite Frau und die erste Lehrerin, die zur SCHÜTZEN-KÖNIGIN erwählt wurde und zwar 1857 vom Schützen-Hauptmann und Schützen-König Bauunternehmer Maurermeister Franz Göckeler, weil sie mit Freienohlern und ihren Kindern zusammen leben und lernen konnte.

Antonette Bause hat 1873 nach 36 Dienstjahren als Lehrerin in Freienohl eine STIFTUNG für arme Freienohler Schulkinder hinterlassen, die bis 1907 reichte.

Mit dem Namen Antonette Bause Platz braucht keine Haus-Nummer geändert werden

Kein anderer Frauen-Name passt besser an diese Stelle in unserer Freiheit Freienohl!

Dafür noch ausführlicher in freienohler.de: Antonette Bause – Eine ganz besondere Lehrerin in Freienohl / Die Freienohler Schulen von 1716 bis 1966 / Geschichtliches rund um unsere alte Schule.

Nur ein „Arbeitstitel“ war das Wort vom Pausenhof. Denn Pausenhöfe gab und gibt es für Freienohler Schülerinnen und Schüler viele: vor dem alten Küsterhaus, um das ganz alte Rathaus herum, auf dem Kirchhof neben der Alten Schule, seitwärts und hinter dem Alten Amtshaus, am ehemaligen Feuerwehrhaus, bei der St. Nikolaus Grundschule, bei der Konrad Adenauer Schule, hinter dem Alten Schwesternhaus; in Arnsberg (3 Schulen), in Meschede (4 Schulen), Eslohe, Bestwig, Olsberg. Also Antonette-Bause-Platz.

Ein Kompromiss: nicht Pausenhof sondern Bause-Hof.

Der Name Antonette Bause Platz in Freienohl ist in ganz Meschede keinem Platz, keiner Straße im Weg wie z.B. seiner Zeit in Freienohl: Eismecke, Mittelstraße, Rebell.

Der Name Antonette Bause Platz belastet keinen Freienohler, keinen Mescheder! Bei anderen, ehemaligen Personen-Straßen-Namen ist oder wäre die psychische Belastung der Einwohner, Anwohner, Bewohner inzwischen gelöschter Personen-Straßen-Namen gesellschaftlich gewiss nicht zumutbar (auch eine Evangelisation mithilfe gegenwärtiger Christologie oder entsprechender religiöser Fairness, Toleranz ist gewiss nicht von Jedermann leistbar); z.B. früher Adolf Hitler-Straße, heute Hauptstraße.

Freienohl verzichtet auf den Namen Antonette-Bause-Platz in dankbarer Erinnerung und solidarischer Verpflichtung an die sozial-ethische Kompetenz ihrer langjährigen Lehrerin, einmaligen Schützenkönigin und Stifterin ihrer Stiftung für arme Freienohler Schulkinder, weil auch das jetzige Freienohl sich weiß und fühlt als Freiheit!

Nun zur Diskussion, fast wie unsere Ruhr-Äsche!

Beitrag zum Termin: 26. März 2015: Förderverein Freienohl

Der Name „Pausenhof“ für die Stelle der abgerissenen „Alten Schule“ ist aus historischen und geschichtlichen Gründen nicht korrekt

Historisch nicht korrekt: ein Schulgebäude ist kein Pausenhof. Sehr verkürzt: im Schulgebäude wird Wissensstoff gelernt. Aus lern-psychologischen und schul-pädagogischen Gründen ist die für Schülerinnen und Schüler entsprechende Pause außerhalb des Schulgebäudes. - „Historisch“ betrifft den Zeitpunkt, Termin der Begebenheit, des Ereignisses, des Geschehens.

Geschichtlich nicht korrekt: Funktion, Sinn einer Pause ist das zeitliche, zeitgebundene Sicherholen, Wahrnehmen, Entspannen (usw.) für neues, weiteres Lernen, Wahrnehmen. Für alle Schülerinnen und Schüler unserer „Alten Schule“ war das der Kirchplatz, linksseitig für die Mädchen, rechtsseitig für die Jungen. - „Geschichtlich“ betrifft die Reaktion, das Verhalten, die Antwort, die Konsequenz, das Zukünftige aufgrund des vergangenen Termins, Ereignisses, Geschehens.

Ein historisch und geschichtlich korrekter Name für diesen dreiteiligen Platz (Alte Schule + Weg zur Kirche und von der Kirche + Gastwirtschaft) ist „Neue Freiheit“.

Selbstverständlich mag es andere korrekte Namen geben.

Eine Begründung für „Neue Freiheit“ siehe auch unsere Website freienohler.de.

Hier eine gestraffte Zusammenfassung:

Je gründlicher und umfassender sich der Mensch aufgrund seines auch entwicklungspsychologisch bedingten Vermögens ausbildet, weiterbildet in seinem ihm eigenen Berufsfeld, desto freier wird er.

Je kommunikationsfähiger der Mensch wird, - abseits vom Narzissmus und von Machiavelli´scher Intelligenz („Erst mein erster Platz, dann sind die anderen dran.“) - desto sozial-willkommener wird er.

Der eine weiß und fühlt sich immer neu frei in der Kirche, ein anderer fühlt und weiß sich außerhalb der Kirche frei, wobei ihm der Patron der St. Nikolaus-Straße seine Sozial-Kompetenz ganz frei vorgelebt hat und zum Mitmachen anbietet.

6.10.2015

„Pausenhof“ - ein konkretes Spielzeug der Psychopolitik - auf dem Weg in die „Neue Freiheit“

Praktische und weiter reichende Ergänzungen, mögliche Verbesserungen irrtümlicher Annahmen und Zukunft offene Lösungen zum Beitrag in der Zeitschrift „Sauerland“ des SHB, September 2015, S. 118 – 120, von Dr. Harald Gampe: Das Projekt „Pausenhof“ in Freienohl – ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

Impulse und Motivationen: Was hat für Heimatkundige „Pausenhof“ mit Psychopolitik zu tun?

Die geplante und kaum noch diskutierbar klingende Namengebung „Pausenhof“ ist ein konkretes Beispiel. Psychopolitik steuert beabsichtigt oder unbeabsichtigt, geschickt geplant oder unbeabsichtigt übernommen menschliches Verhalten. Für die Namengebung in unserer Gemeinde sollten wir Freienohler solches Verhalten hinter uns lassen.

Heutzutage kann unser alter Titel „Freiheit Freienohl“ zu einem inhaltlich neuen Ehrentitel werden. Damit wird ein alter Name mit neuer Qualität für unsere Ortsmitte deutlich: „Neue Freiheit“. An dieser Stelle eröffnet sich für alle Freienohler ein ganz neuer persönlicher und sozialer Kommunikations-Mittelpunkt. Gerade auch unterhalb der St. Nikolaus-Kirche mit dem möglichen Weg zur Kirche. Die Kirche wird dabei in erster Linie nicht als „konfessionelles Gebäude“ gesehen, sondern als prinzipiell religiöses Glaubens-Symbol. Denn wirklich religiöser Glaube lässt Psychopolitik grundsätzlich hinter sich. Auch damit kann dieser Platz offen sein für „Neue Freiheit“.

Genaueres zur Psychopolitik. Politik ist Handeln für die Gemeinde, für die Öffentlichkeit. Solches Handeln ist gut gemeint, zielt auf Gutes. So kann das Handeln des Politikers und jedes Einzelnen ganz und gar aus seinem Herzen und aus seinem Verstand kommen. Nur jetzt kommt der Haken. Der Haken ist die Steuerung von woanders her, psycho-politisch. Das Handeln gleicht dem vorauseilenden Gehorsam. René Descartes lehrte noch: „Ich denke, also bin ich.“ Das war 1641. Heutzutage aber heißt es: „Ich fühle, also bin ich.“ Der Haken ist zugespitzt: das Gefühl ist von woanders eingepflanzt. Ein Beispiel: Nach dem Arbeits-Alltag ist „in“: Schoppen gehen (für weibliches Geschlecht), einen Schoppen trinken (für männliches Geschlecht), und TV: Show, Krimi, Fußball, und Googeln und so weiter. Dieses „in“ ist von woanders her die „Ausbeutung der Freiheit … Das Ich, das sich von äußeren Zwängen und Selbstzwängen befreit zu haben glaubt, unterwirft sich ...“ ( Byung-Chul Han, S. 9; Genaueres s.u. bei der Quellenangabe)

Ein Eingang zur Befreiung von Psychopolitik:

„Pausenhof“ war – auch historisch – woanders

Ein Beispiel aus dem „Schulbetrieb“ im Gymnasium: Die rot strahlende Kugel, groß wie ein Fußball, legte der Lehrer auf die Fensterbank: Fach Philosophie, Kl. 11. Thema war „Logik“, folgerichtiges Denken. Er schrieb an die Tafel: „innere, stimmige Benennung eines Gegenstandes – Denominatino intrinseca“ einerseits und andererseits „übergestülpte, dem Gegenstand nicht entsprechende Benennung – Denominatio extrinseca“. Fast wie nebenbei wandte er sich an einen Schüler: „Geben Sie mir bitte mal den Klotz von der Fensterbank!“ Stille. Kopfschütteln. Schmunzeln. Lächeln.

Genau so ist das in Freienohl mit dem „Pausenhof“.

Schmunzeln, lächeln? Historisch, geschichtlich korrekt-logisches Denken und Handeln? Irrationaler Romantizismus mit politmedialem Mainstream verniedlicht?

„Pausenhof“ ein konkretes Ergebnis von Psychopolitik. Die ist etwas anderes als nur eine Sprach- und Orts- Verwechslung.

Als für Freienohler ihre Schule das spätere alte Feuerwehrhaus war, da war ihr Pausenhof links und rechts vom Schulhaus, ab 1892.

Als für Freienohler ihre Schule noch oben im ersten Stock im Amtshaus war (unten rechts war das Amtsbüro und links wohnte 1 Jahr lang Familie Johannes Schilling, Ehefrau Sophia geb. Rosenthal, Jüdin, konvertiert), da war ihr Pausenhof rechts vom Amtshaus, ab 1889.

Als für Freienohler ihre Schule die „Alte Schule“ war, da war ihr Pausenhof links auf dem Kirchhof der Kirche für die Mädchen, rechts vom Kirchhof für die Jungen, ab 1853. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg war hier „Schule“. Ehemalige erinnern sich: Einige Jungen sind in der Pause hinter der Kirche die steilen Stufen hinunter (zwischen Kirche und Hötte, später Hirsch-Apotheke), trafen da Mädchen – und kicherten zusammen.

Als für Freienohler Mädchen das „Alte Rathaus“ und für die Knaben, so nannte man damals die Jungen, das „Küsterhaus“ (später Gardinen-Schwefer) ihre Schule war, da mag ihr Pausenhof „draußen“ gewesen sein. Ein paar Ergänzungen: Die Mädchen-Schule gab es erst ab 1824 mit der ersten Lehrerin Fräulein Clara Brüggemann aus Calle. Sie heiratete später ihren Kollegen Friedrich Leismann, der mit seinen Schülern die „demokratischen Lieder“ gesungen hat und deswegen viel Ärger bekam mit der Regierung in Arnsberg. Die neue Lehrerin war Frl. Antonette Bause, auch aus Calle, gebürtig aus Arnsberg. Die wurde vom Schützenhauptmann, dem neuen Schützenkönig, zur Schützenkönigin erwählt. Sie nahm an und auch das gab Ärger – mit dem Pastor. Das Alte Rathaus befand sich genau zwischen – aus der Sicht vom Jahr 2000 – zwischen Volksbank und „Alte Schule“. Die Mädchen-Klasse war im unteren Stockwerk; darüber waren die Amtsräume. Auf der rechten Seite vom Alten Rathaus – von der jetzigen Hauptstraße aus gesehen – konnte ein Fuhrwerk fahren, auf der linken Seite nicht.

Als das Alte Rathaus abgerissen war und die Alte Schule noch nicht fertig war, fand der Schulunterricht in zwei Gastwirtschaften statt, selbstverständlich getrennt.

In der „Küsterei“ ist die „Knabenschule“ aktenkundig im Jahr 1716 mit ihrem Lehrer, Küster und Organisten Georgius Göckeler. Ob der Pausenhof an der Ecke zwischen Mittlere Straße (St. Nikolaus-Straße), Hintere Straße (Krumme Straße) und Rathaus war, ist nicht aktenkundig.

Fast eine Wiederholung: Der Name „Pausenhof“ ist eine „smarte Macht der psychopolitischen Steuerung der Emotion, Gamifizierung“. (Han, S. 25, 67, 69; s.u.)

Ob von der Psychopolitik auch diese „Gesetzgebung“ für den Schulbetrieb stammt? 1. Der Lehrer hat immer recht. 2. Der Schüler hat immer nicht recht. 3. Sollte der Schüler mal recht haben, dann siehe Punkt 1! Es gibt schon Ausnahmen! Ein Lehrer in der Berufsschulklasse der „Metaller“ wollte mithilfe eines Schraubenziehers einiges klarmachen. Sofort meldeten sich Schüler: „Das heißt nicht Schraubenzieher, das heißt Schraubendreher! Können Sie nicht unterscheiden? Machen Sie keine eigene Erfahrung?“ Die „Metaller“ hatten schon Praxis-Erfahrung. Schmunzeln auf beiden Seiten!

Zur Klärung einer irrtümlichen Information ein Anhängsel

Die folgende Information möchte eine historische Verwechslung richtig stellen. Manchmal wird verwechselt der Hl. Nikolaus mit dem Hl. Candidus und seinen Kameraden. Also: die Kirche in Freienohl war von Anfang an dem Hl. Nikolaus geweiht. Im ersten Hoch-Altar der St. Nikolaus-Kirche stammen die Reliquien angeblich von den Gefährtinnen der Hl. Ursula. Die ist wohl eine Legenden-Heilige. Auch dies: weil sie - um 383 - sich weigerte, den nichtchristlichen Hunnen-Prinzen zu heiraten, wurde sie mit ihren Gefährtinnen hingerichtet... Möglich sei eine kleine Gedenkzeit mit den wunderschönen Bildern bei Wikipedia. - Schon im Jahr 1956 plädierte der Kölner Erzbischof Kardinal Frings für einen Volks-Altar. Das heißt: Am Hoch-Altar feierten Priester und Gemeinde in gemeinsamer Blickrichtung, Körpersprache zum Osten, zum Aufgang der Sonne hin die Hl. Messe. Die Sonne war ein Bild, eine Zeichensprache für Jesus Christus. Mit dem Volks-Altar änderte sich die Körpersprache, Zeichensprache: Priester und Gemeinde bildeten einen großen Kreis. Das war ein neues Volk-Gottes-Modell noch vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1962-1965. Die Freienohler mit Pfarrer Dolle machten mit: 1964 wurde der Hochaltar abgebaut und der Volksaltar aufgebaut. Der wurde geweiht mit den Reliquien des Hl. römischen Offiziers Candidus und seinen Kameraden. Weil sie Christen waren, wurden sie vom Christenverfolger Kaiser Maximianus Herkulius hingerichtet, angeblich die 6600 Christen der ägyptischen Thebäischen Legion, Afrika; um 280-300.

Weiter auf dem Weg in die „Neue Freiheit“

Unser gegenwärtiger Ortsname ist „Gemeinde Freienohl“. Die Zuordnung „Freiheit“ war früher historisch bedingt. Eine Befestigung rundherum und das Markt-Recht gab es nicht. Dafür war Freienohl nicht wohlhabend und deswegen nicht mächtig genug. Allerdings ist immer wieder aktenkundig das Engagement, gemeinsam mit Arnsberg, in der Hanse. Ihr Leitspruch: „Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen!“ ist auch im jetzigen Freienohl aktuell. Manche Freienohler, manche Familien leben „in aller Welt“ und ihre Kinder gehen dort zur Schule.

Damit sind unsere „Alte Schule“ und die zahlreichen neuen Schulen rund um Freienohl ein Leitbild nicht für Pause, sondern für weltweite Ausbildung, Bildung. Darum ist genau dieser Platz ein Zeichen, ein Signal für die „Neue Freiheit“., zum einen.

Zum anderen stand auf diesem Platz eine Gastwirtschaft: die „Domschänke“. Diese Schreibweise steht für Ausschank von Getränken, nicht nur von Bier. Die Schreibweise „Domschenke“ steht für Schenken, für gerne miteinander Sprechen, für Kommunikation.

Beides haben zusammengefasst berühmte deutsche Dichter: „Wo wir trinken, wo wir leben, da ist reiche, freie Welt!“ (Goethe 1749-1832.) - „Freiheit gibt Witz und Witz gibt Freiheit!“ (Jean Paul 1763-1825).

Gastwirte und alle, die da zusammen sitzen, wissen das. Sie haben die Erfahrung gemacht: mal offen miteinander reden und politische Konzepte austauschen in der immer neuen Freiheit der Gastwirtschaften, Schänken, Kneipen, Hotels und Restaurants...und Eisdielen.

Im Jahr 1855 gab es in Freienohl 11, im Jahr 1880 : 7 Gastwirtschaften. Da schon und seit „urdenklichen Zeiten“ (wie man so sagt) und mit wechselnden Namen zur „Domschänke“, Hotel Bracht; Hotel Hötte, Hachmann- Lindenhotel, Zur Post-„Hölle“, Klauke: „Auf´m Hahn“, Oels-„Ruhrtal“, Gasthof Siepe-Necker, Wicküler´s Eck, Hellmann, Humpert´s, „Vier Jahreszeiten“, „Auf der Alm“, „Tee-Haus“-Giesmecke, Haus Rietbüsche, der „I-Punkt : Mehr als nur ´ne Kneipe“; „Bei Bruno“ Köster; Landhotel Hütter in Olpe; Luckai Hotel & Restaurant; „Zum Alten Bahnhof“; „Bei Pino“. Nicht zu den Gastwirtschaften zählen, aber zum Kommunikations-Konzept beim Kaffee-Trinken und Kuchen-Essen: die Bäckerei, Konditorei Franzes und Kremer. Als außer-ordentlich gilt auch der Geheim-Tipp „bei Seppl“. Nicht zu vergessen: unsere Schützenhalle mit dem Königssaal!

Ganz bestimmte Straßen-Namen unserer Freiheit Freienohl fassen den Namen „Neue Freiheit“ bestens zusammen. Dank ihres politisch-gesellschaftlich engagierten Lebens stützen sie mit unserer Erinnerung die „Neue Freiheit“: Christine-Koch-Straße, Femme-Straße, Gerhard-Hauptmann-Straße, Gerwinn-Straße, Goethe-Straße, Grimme-Straße, Hermann-Löns-Straße,Karl-Arnold-Straße, Konrad-Adenauer-Straße, Kurt-Schumacher-Straße, Mozart-Straße, Pestalozzi-Straße, Richard-Wagner-Straße, Sauer-Weg, Schiller-Straße, St. Nikolaus-Straße, Theodor-Heuss-Straße, Von-Eichendorff-Straße.

Die Zeichensprache und Körpersprache des neuen und bald fertigen Platzes übernimmt das Zukunfts-Programm der „Alten Schule“ und der „Domschänke“ als unsere „Neue Freiheit“. Das zeigen die Einheit des oberen und unteren Platzes: offen zur St. Nikolaus- Straße und zur Hauptstraße: offen zur Freiheit Freienohl, einladend mit Bänken nebeneinander und einander gegenüber: kommunikativ, zum In-die-Augen-Schauen beim Miteinander-Reden. In der Mitte der Weg zur Kirche. Seine Besonderheit wurde in der Einleitung schon angedeutet. Die Besonderheit wird hier auf den Punkt gebracht (Han, S. S. 103, s.u.): „Ein Immanenzfeld zum ganz Anderen … Die Immanenz der Immanenz … Eine Unermesslichkeit der leeren Zeit.“ - Ganz und gar unabhängig von Psychopolitik.

Das Offensein zur St. Nikolaus-Straße und zur Hauptstraße ist auch Zeichensprache für die „Neue Freiheit“. Wie der Hl. Nikolaus als Schutzpatron der Gemeinde und Schützenbruderschaft mit Herz und Verstand da war, so ist Impuls und Motivation für Freienohler der Name „Neue Freiheit“.

Quellen

Aktenkundige Fundstellen für die oben genannten Ortsangaben und Jahreszahlen:

Archive in Arnsberg, Münster, Köln, Paderborn und im Stadtarchiv Meschede: Archiv Freienohl; hier in den Akten: 1361, 891, 1830, 1116,1310, 570, 1314, 563, 395, 401, 1283, 1314, 575, 1375, 1331, 1172.

Quelle für das Konzept: Byung-Chul Han: „Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken“, S.Fischer Frankfurt, 4. Aufl. 2014, € 19,99.

Für Heimatkundige lohnen sich die 87 Lese-Seiten des Buches „Psychopolitik“. Oder vor dem Lesen: Internet: Deutschlandfunk: „Die Freiheit war nur eine Episode“. - Spiegel-Online: „Wir Facebook-Kapitalisten“. - Perlentaucher.de: Rezensionen. - Der Freitag / Kultur: „In der Dataismus-Falle“.

7.3.2016

Offene Diskussion!

Welcher Name passt am besten, am schönsten, am genauesten

in die Mitte von unserem Freienohl?

Für unser „freienohler.de“ Diskussionsstoff von Jung und Alt, für Jung und Alt.

Natürlich besonders hier in unserer guten Öffentlichkeit, im Bonum Commune, wie die Lateiner sagen.

Aber doch nicht so: „Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“!

Nein, clever wie im Sesamstraße-Lied: „Der, die, das! Wer, wie, was? - Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“

„Zum Namen mitten in unserem Freienohl?“ - „Ist doch alles schon entschieden von der Lobbykratie!“ - „Wer ist die denn? Was meinst du denn damit?“ - „Das ist keine Partei. Das ist kein Verein. Das sind ein paar gute Leute, fast wie Unternehmer, wie Mainstreaming, mal mit ein paar persönlichen, ein paar narzisstischen Marketing-Ambitionen, die da so etwas wie ein Schild aufgestellt haben: Da geht’s längs!“ - „Nein, so nicht. Bitte erst mal diskutieren!“ - Ach so, wie früher in der Denk-Schule.“ - „Genau: drei Gründe dafür und drei Gründe dagegen und dann sich für die neue Lösung entscheiden.“ - „Man tau!“

Geredet und geschwatert, diskutiert und disputiert wird über diese 5 Vorschläge:

  1. Pausenhof
  2. St. Nikolaus-Platz
  3. Freiheit, Unsere Freiheit
  4. Hanse-Platz
  5. Lehrer-Ludwig-Schwefer-Platz.

Inhalte sind zahlreich, sehr unterschiedlich gewichtet. Hier und da macht sich schon Lobbytik breit. Hier sind sinnvoll nur Skizzen.

Zum Namen „Pausenhof“:

Hier zeigt sich dieses Netzwerk: korrekter Sprachgebrauch, – folgerichtiges Denken, – historisches Wissen, – Psychopolitik, zugespitzter: Lobbytik.

Ein Beispiel aus dem „Schulbetrieb“ im Gymnasium: Die rot strahlende Kugel, groß wie ein Fußball, legte der Lehrer auf die Fensterbank: Fach Philosophie, Kl. 11. Thema war „Logik“, folgerichtiges Denken. Er schrieb an die Tafel: „innere, stimmige Benennung eines Gegenstandes – einerseits und andererseits „übergestülpte, dem Gegenstand nicht entsprechende Benennung –. Fast wie nebenbei wandte er sich an einen Schüler: „Geben Sie mir bitte mal den Würfel von der Fensterbank!“ Stille. Kopfschütteln. Schmunzeln. Lächeln.

Historisches Wissen: Alle haben ihren eigenen Pausenhof: die St. Nikolaus-Grundschule, KAS, Walburga-Realschule, die Städtis und die Bennis, die vom Laurentianum und Marien-Gymnasium, von der Arnsberger Real- und Berufsschule, die beiden Klassen im Freienohler Amtshaus vor über 100 Jahren, die vom alten Feuerwehrhaus und die von der Alten Schule auf dem Kirchplatz: links für Mädchen und rechts für die Jungen; und die vom Ganz Alten Rathaus (zwischen der jetzigen Volksbank und der damals noch nicht vorhandenen Alten Schule) und noch früher die Knaben im Küsterhaus (jetzt Gardinen-Schwefer und Friseur-Salon Frau Bornemann) pausierten einfach draußen. Innerhalb der Alten Schule gab es keine Pause. Denn Lehrer und Lehrerin hatten draußen Aufsicht.

Bleibt noch Psychopolitik: Denk-Pause, aber keine Rede-Pause hat vielleicht gerade die Namen steuernde Politik. OK, ein Schulhaus ist kein Pausenhof.

Zum Namen „St. Nikolaus-Platz“:

„Doppelt gemoppelt!“ schmunzelten einige: „Dieser Name ist nicht nötig.“ - „Ist nicht Not wendig. So schnell wird unsere St. Nikolaus-Kirche nicht entsorgt.“ - „Genau. Die Sonntags-Pflicht haben manche auch inzwischen zur Sonntags-Ehre entwickelt.“ - „Aber nicht Zeit parallel wie früher in der Dom-Schenke.“ - „Und tun das auch nicht nebenan auf einem St. Nikolaus-Platz.“ - „Ok, ist abgehakt.“

Zum Namen „Freiheit“ oder „Unsere Freiheit“:

„Das ist allerdings anspruchsvoll!“

Gleich zur Vorsicht und als Einwand: Es kann sein, dass manche Nachbarstädte , die diesen Beinamen „Freiheit“ auch mal hatten, den bei uns Freienohlern gar nicht gern stehen sehen. Da hört man schon das Zitat vom berühmten deutschen Dichter und Politiker Johann Wolfgang Goethe: „Name ist Schall und Rauch!“ - Ein noch nicht berühmter Oberstufenschüler konterte mit dem noch älteren Zitat vom Römer Plautus (250 – 184 v. Chr.): „Nomen est Omen!“ Auf deutsch: ein Name ist ein Zeichen, ein Programm! -

Hier und da, in unterschiedlichen Gruppierungen Diskutiertes kann auch diese Redeweise etwas Ordnung schaffen: „Den Kern freilegen ohne die Haut zu verletzen“.

Kern bedeutet in dieser Diskussion die attraktiv strahlende Freiheit.

Zuerst zur Haut von Freiheit. Dazu gehören: Open-Air-Veranstaltungen: Music, Sport, Concerts und Klassische Konzerte, Museen, Archive, Ausstellungen und Büchereien, Engagement in der Schützenbruderschaft, bei Feuerwehr und Rotes Kreuz, Shoppen und Reisen...

Der Kern ist zusammen geschmolzen aus mehreren Kernen:

Mit Freiheit ist nicht mehr gemeint die frühere, politisch bedingte Freiheit in der Zugehörigkeit zu Arnsberg. Vielmehr steht im Blick eine neue Freiheit. Mit wenigen Worten ist das Hin und Her nicht leicht zu bündeln. Dabei ist das Wort Bund gar nicht so übel. Denn das Wort „Bund“ hat seinen Ursprung im chaldäisch-hebräischen, arabischen Zusammenleben mit einer ziemlich bestimmten Gottheit zu tun. (Das uralte Wort lautet „berit“.) Solches Zusammenleben veranlasst, benötigt eine durchaus konkrete Kultur, politische Lebens-Praxis. Früher war dafür der Name: jüdisch-christliches Abendland. Heutzutage muss das mit möglichst allen Erfahrungen der Jetztzeit neu gedacht und alltäglich gelebt werden. Konkret gehört für alle Menschen dazu das Grundgesetz unserer Bundesrepublik, die Verfassungen der Vereinten Nationen und so weiter. Fehlerhaftes, Ungenaues, Überholtes bereinigen, beseitigen, verbessern im Blick auf unsere menschliche Entwicklung, Evolution, gehören zum Denken und Tun von Freiheit. Dieses Muss ist unsere Freiheit. Mitten im Alltag. Mit unserem Platz „Neue Freiheit“. Das hat was!

Noch ein Anhängsel: Eine Studentin von der Fachhochschule Meschede hatte mit diskutiert. Den Begriff „Psychopolitik“ hat sie eingebracht, mit ihren Kenntnissen aus dem gleichnamigen Buch. Sie hatte im letzten Jahr bei der „Marktforschungsstudie: Kulturangebote“ mitgearbeitet. Ergebnisse davon ließen sich aber nicht in die Freienohler Thematik zur Namensgebung übertragen. Daran sind aus der Studie die beiden Altersgruppen 14 – 17 Jahre und 18 – 25 Jahre in Freienohl kaum beteiligt. Und die 3 Gruppierungen: Kultur-Banausen mit 19 %, den Kultur-Indifferenten mit 58 % und den Kultur-Liebhabern mit 23 % kann man nicht zusammenbringen mit den auch psychopolitisch bedingten anderen Altersstufen und erforderlichen Interessen...

Zum Namen „Hanse-Platz“:

Freienohler haben Jahre lang zum Hanse-Bund gehört. Jährlich fuhren 2 eingesessene Bürger erst nach Arnsberg und dann von dort zum Hanse-Tag nach Soest. Dort trafen sich die Handelsleute für wirtschaftliche, politische und kulturelle Entwicklung und Ziele. Zusammen mit den anderen Hanse-Städten – bis hin nach Riga. Ihr Programm war: „Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen!“ Wer sich heutzutage – im Jahr 2016 – in den Freienohler Familien umschaut, sieht ganz klar: Das trifft immer weiter zu, in aller Welt, für Einzelne, für Familien und Firmen.

An dieser Stelle mitten in Freienohl: „Hanse-Platz“ - das passt.

Zum Namen „Lehrer-Ludwig-Schwefer-Platz“:

Dieser Vorschlag ist erst ein paar Tage alt. Alle Freienohler, die Lehrer Ludwig auch nur etwas kannten, waren bei seiner Beerdigung. Je älter er wurde, von Woche zu Woche gebeugter, um so ehrfürchtiger, dankbarer, tiefer verneigten wir Freienohler uns, wenn wir ihm begegneten, wenn wir von ihm hörten. Lehrer Ludwig Schwefer war Einheimischer, Friggenohler durch und durch. Er war kein durch das Kultusministerium von auswärts zugewiesener Lehrer. Seine Familien-Vorfahren gehören seit 1770 (Gertrud Schwefer aus Oberberge verheiratet mit Conrad Tünnen), seit 1789 (Michael Schwefer aus Mittelberge verheiratet mit Ursula Pöttgen) mitten hinein in unser Freienohl. Seine Aktivitäten mit allen Altersstufen in unsere St. Nikolaus-Pfarrei, auch in unserer politischen Gemeinde, und dazu gehören einige Publikationen, die wurden und werden immer hoch geachtet... Und so weiter...

Einem echten Eingesessenen fiel ein: „Lehrer-Ludwig-Schwefer-Weg“. Sein ganz bestimmter Weg, morgens zum Bahnhof, mit der Bahn zur Schule... Passt noch besser. Also kein „Lehrer-Ludwig-Schwefer-Platz“.

Dieses Buch fiel einem Freienohler ein: „Lach dich scheckig – die 888 besten Witze für den Pausenhof!“ Kostet keine 10 Euro.

19.3.2016

Diskutieren Sie mit – zur Namengebung:

Freiheit, Freiheitsmitte, Freiheitsplatz, Freiheitshof, Neue Freiheit...

Noch vor der guten Lobbykratie!

Ganz früher,

um 1264, dank des Edelherrn Bernhard II. zu Lippe (Lippstadt) und um 1368 dank des „Freibriefs Lippisches Recht“ ging es seitens der „Regierung Arnsberg“ in unserer Freiheit Freienohl um unsere Lebens-Praxis mit für uns festgelegten Mitbestimmungsrechten und eigenen Kontrollrechten.

Im alteuropäischen Zentrum Rom hieß es: „Was alle berührt, muss auch von allen genehmigt werden!“ Sorry, Zeit exakt auf Latein: „Quod omnes tangit, debet ab omnibus approbari!“ P. Bonifatius VIII. 1294-1303.

Heutzutage

geht es um unser Wissen um Möglichkeiten politischer Teilhabe, um das Gefühl, durch eine gemeinschaftlich beschlossene Rechtsordnung gegen Willkür geschütz zu sein, und um die Überzeugung, dass die Wahrnehmung „verbriefter“ Rechte und Pflichten das Wohl der Gesamtheit Freienohl gewährleistet.

Zitate sind Bausteine für die Diskussion zur Freiheit:

„Die Weltgeschichte ist nichts als die Entwicklung des Begriffs der Freiheit.“ - Hegel

„Wer sagt, hier herrscht Freiheit, der lügt Freiheit herrscht nicht.“ - Erich Fried

„Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten.“ - Albert Camus

„Die schulische und akademische Freiheit ist die Freiheit, soviel lernen zu dürfen, wie man nur will.“ - Rudolf Virchow

„Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“ - Perikles

„Ich bin frei, denn ich bin einer Wirklichkeit nicht ausgeliefert, ich kann sie gestalten.“ - Paul Watzlawik„Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.“ - Georg Bernard Shaw„Die Freiheit ist nicht die Willkür, beliebig zu handeln, sondern die Fähigkeit, vernünftig zu handeln.“ - Rudolf Virchow„Wenn der Tempel der Freiheit fest steht, wird das Volk ihn zu schmücken wissen.“ - Georges Danton.

„Der beste Weg zum Fortschritt ist der Weg der Freiheit.“ - J.F. Kennedy

„Freiheit ist kein Privileg, sondern eine Aufgabe.“ - Georges Bernanos

„Macht ist Pflicht. Freiheit ist Verantwortlichkeit.“ - Maria Freifrau von Ebner-Eschenbach

„Wo sich Menschen finden, / die für Ehr´und Recht / mutig sich verbinden, / wohnt ein frei Geschlecht.“ - Max von Schenkendorf

„Gott dienen ist Freiheit – Deo servire libertas est.“ - Seneca

„Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.“ - Matthias Claudius

Zitate gibt’s noch viele. Diskutieren Sie mit für Freienohl in der Mitte.

Die andere Praxis ist diese Tour ins Stadtarchiv Meschede in Grevenstein:

Von der Freiheit in Köln in die Freiheit im Sauerland

Drei Archi(v)freundinnen sind im Archiv in Grevenstein zusammen. „Archi“, weil sie schon etwas älter sind. Zur Kuchen-Schlacht? Nein. Zum 5 cm dicken und DINA 4 großen Buch mit 677 Seiten, das mit der Kölner Geschichte der „Schlacht von Worringen“ im Jahr 1288 beginnt. Die 40 unterschiedlichen Kapitel von fast 40 Autoren und unzähligen Bildern und Karten enden 1988. Was haben wir im Sauerland denn heute mit Köln zu tun? Ach ja, Kurkölnisches Sauerland. 1288 hatten die damaligen Macht-Politiker diese Mords-Schlacht initiiert. Freilich: die Parole und der Buchtitel reichen ins Heute: „Der Name der Freiheit“. Junge Leute: „Echt geil!“ Archi´s etwas besonnener: „Vergangenheit + Gegenwart + Zukunft = Kultur!“ Ähnlich das Schlusskapitel: „1288 … massenhaft Freiheit“. - Selbstverständlich ist dieses Buch bei einem Archiv-Besuch in Grevenstein nicht zu schaffen. Aber man kann ja zu dritt hinfahren: dann blättert sich ein Gast durch das Buch und liest ein für ihn interessantes Kapitel. Eine Archi(v)freundin entdeckt vielleicht das Kapitel „Die Revolution und die Frauen“, 1848 in Köln und so weiter. In der Kaffeepause fragt eine Freienohlerin: „Wir haben doch hier auch eine „Schlacht“, unten an der Langelbrücke! Nein, da meint das Wort etwas viel Besseres: eine meisterhafte Abzweigung von der Ruhr für neue Kräfte. Schon vor über 100 Jahren. Auch eine Freiheit. Eine neue Freiheit. So die zwei in der Kaffeepause. Die dritte liest in einer stiller Ecke. Dieses Buch ist etwas Besonderes für ausgebildete Politiker, damit es nicht wieder zu einer Schlacht kommt. - Die Archivarin hat bereits ein paar Bücher über die Freiheit von 1988 bis in die Gegenwart bereitgelegt. Dazu gehören auch Bücher zur Freiheit Meschede, Freiheit Eversberg, Freiheit Freienohl. Und so weiter.

18.5.2016

Freienohler Heimatkunde: Pausenhöfe

„Heimatkunde“ ist kein Schulfach mehr. Leider.

Hier geht es um konkret korrekte Praxis gegen Macht-Besessenheit und gegen Geschichts-Vergessenheit und gegen Zukunfts-Vergessenheit.

A. Für junge Leute und Buiterlinge (Zugezogene)

Pausenhof Eins: Vor dem „Küsterhaus“, jetzt vor „Gardinen-Schwefer“, genauer: an der Ecke St. Nikolaus-Straße / Krumme Straße (ganz früher Mittlere Straße / Westliche Straße); genau vor dem Friseur-Salon Frau Friseurmeisterin Brigitte Bornemann und Mitarbeiterin.

Pausenhof Zwei: an der Südseite und Ostseite beim „Alten Rathaus“, nicht an der Westseite, da war ein Fuhrweg (Pferde-Fuhrwerke) und nicht an der Nordseite, da war die Arnsberg-Beverunger Chaussee (jetzt Hauptstraße). Als nach 1852 in Freienohl hier auch Mädchen zur Schule gehen durften, war hier auf der Chaussee ein Mädchen tödlich verunglückt.

Pausenhof Drei: für die Schulkinder der „Alten Schule“ war der Pausenhof für die Mädchen links (Nordseite) auf dem Kirchplatz und für die Jungen (ganz früher: Knaben) rechts (Südseite) auf dem Kirchplatz. Verboten war Mädchen und Jungen (mithilfe einer eisernen Treppe) der kleine Platz zwischen Kirche und jetziger Hirschapotheke. Ein inzwischen gut achtzigjähriger Freienohler: „Wir haben da nur zusammen gekichert!“ Den Mädchen war damals verboten, sich am Gitter an der noch nicht gestuften senkrechten Mauer zur Hauptstraße festzuhalten und da hinunter zu schauen. Es gab mehrere Gründe... wobei es noch keine sogenannten Miniröcke gab; heute zum Schmunzeln.

Pausenhof Vier: Die erste neue Schule war das spätere und jetzige Amtshaus. Der Pausenhof befand sich rechts davon und etwas nordwärts dahinter.

Pausenhof Fünf: Die zweite neue Schule war das spätere Feuerwehrhaus an der Hauptstraße, jetzt auch „Grill-Zentrum Jano“. Der Pausenhof lag rechts davon. Der schmale Fußweg + Stufen nach oben wurde damals ganz neu gebaut, damit die Kinder einen einfacheren Hinweg und Nachhauseweg hatten.

Pausenhof Sechs: für die eine Klasse der „Fortbildungsschule“ (später: Berufsschule) im Haus Hellmann an der Hauptstraße zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es keinen ausdrücklichen Pausenhof, allenfalls so etwas auf dem Friedhofsweg (früher Kirchhofsweg).

B. Nichts Neues für Freienohler der Gegenwart

Die genaue Stelle des jeweiligen Pausenhofs braucht nicht mehr beschrieben zu werden. Und: der Pausenhof gehört genau zum gesamten Schulgebäude.

Pausenhof Sieben: St. Nikolaus-Grundschule.

Pausenhof Acht: KAS – Konrad-Adenauer-Schule, Hauptschule.

Pausenhof Neun: ein Zwischen-Pausenhof: 1 Klasse von KAS um 1975 im ehemaligen Schwesternhaus unserer Hiltruper Missions-Schwestern, später Pfarr-Saal, jetzt Familie C. Wattison.

C. Weiter führende Schulen mit ihren Pausenhöfen

Etwas zusammengefasst.

Drei Pausenhöfe: Raelschule: Arnsberg; Meschede: Städtische RS, St. Walburga-RS.

Fünf Pausenhöfe: Gymnasium: Neheim: St. Ursula-G, Arnsberg: Laurentianum G, Marien-G, Meschede: Städtisches-G, Benediktiner-G.

Fünf Pausenhöfe: Berufsschulen, Berufs-Kollegs, die von Freienohlern „besucht“ werden: Meschede, Arnsberg, Eslohe, Bestwig: Bergkloster, Brilon.

D. Der „Sogenannte Pausenhof“ mitten in unserer Freiheit Freienohl

ist also korrekt gedacht kein Pausenhof. Auch die europäischen Denkschulen, nicht nur Universitäten mit dem Fachbereich Philosophie, nennen das „Denominatio extrinseca“, einen von außen übergestülpten falschen Namen. Korrekt ist: Der Name muss mit dem Inhalt übereinstimmen. Dafür der Fachausdruck: „Denominatio intrinseca“. Also praktisch, konkret und knapp: In der Schule wird gelernt, gebündelt: demokratisches Zusammenleben. In Gastwirtschaften, hier neben der Alten Schule mit ihrem letzten Namen: Domschänke, wird nicht gesoffen, sondern gelöste, freie Kommunikation gepflegt.

E. Zusammengefasst:

Der sinnvollste Name, logisch, historisch und geschichtlich korrekt für unsere Freiheit Freienohl, ist für unsere Jetztzeit und Zukunft: „Neue Freiheit“ oder einfach „Freiheit“.

5.6.2016

Neue Freiheit – Zwei

Dank E-Mail! Unerwartet brillante Vorschläge! Aktuelle interessante Fragen! Danke freienohler.de-Leserinnen und Leser!

Eins: Ein unbezahlbarer Internet-Tipp für unseren Platz „Neue Freiheit“: Zitate über die Freiheit: www.glaube-und-kirche.de : Anfangs stehen da tatsächlich 75 (!) Überschriften. Auf einmal alle lesen, das geht nicht. Freiheit ist so erstaunlich vielfältig, dass dieser Name genau in unsere Mitte Freiheit Freienohl passt!

Zwei: „Auf der einen Seite die Kirche, - auf der anderen Seite die Neue Freiheit! Passt das denn überhaupt zusammen? Und dazu noch nebeneinander, oder sogar übereinander?“ - Ich antworte mit einer Lautmalerei, die ich ab und zu höre, von Klein und Groß: „O Gott, o Gott, o Gott! Ich frage dann zurück: Wie wird das denn geschrieben?“ - Eine Antwort: „okottokottokot.“ - „Ach so, die Plapperei hat also nichts mit 'Gott' zu tun.“ - „Vielleicht ursprünglich. Aber nicht bei mir und beides passt doch nicht zusammen.“ - „Genau, wie mit dem Wort Kirche und Freiheit. Wer sich beide Wörter gründlich überlegt, kommt zu dem Denk- und Erfahrungs-Schluss: ...“ - „Ja, beides passt bestens zusammen! Freiheit ist nur ein Zeichen für unsere Neue Freiheit.“ - „Und unsere St. Nikolaus-Kirche ist auch nur ein Zeichen für DIE Kirche.“

Drei: Ziemlich mutig schlägt ein junger Freienohler Philosophie-Student vor: Diejenigen, die aufgrund ihres finanziellen und ihres politischen Einflusses (siehe Han: Psychopolitik) den Platz-Namen bestimmen, die besitzen auch das Können, dieses Buch zu lesen: Karlheinz Ruhstorfer: Freiheit – Würde – Glauben, Christliche Religion und westliche Kultur. Verlag Ferdinand Schönigh, Paderborn, 2015 (ganz neu!), € 29,90; ISBN 978-3-506-78278-6. - Die Einleitung und die Zusammenfassung am Schluss sind Online lesbar.

Gewidmet ist dieses Buch „all denen, die an Freiheit und Würde glauben und die sich beherzt für eine Kultur der Offenheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit engagieren“. - Dieser Philosophie-Student ist „mal gespannt auf die Argumentation zum endgültigen Platz-Namen“.

Vier: Ein junger Freienohler Politiker so um die 30 empfahl diesen Internet-Artikel auf www.hinsehen.net : „Das Ende der Meinungsfreiheit: Wie die Moralisierung der Meinung Freiheit verunmöglicht. - Am besten einfach die Klappe halten?“

Fünf: Das war ein Erlebnis! Da sitzt doch tatsächlich Sokrates, der international berühmte Philosoph hier auf einer Bank auf dem halbfertigen Platz! Einige Freienohler standen um ihn herum. Er scheint nicht gut gelaunt zu sein. Er ist etwas am Quengeln: Schade, dass wir uns nicht in die Augen schauen können. Warum habt Ihr Eure Mitte so gewollt? Als Eure Großeltern und Urgroßeltern hier noch zur Schule gingen, haben sie auf ihren Pausenhöfen so gespielt, dass sie sich direkt angesehen und direkt miteinander geredet haben! - Tatsächlich hat er – hier auf deutsch – gelehrt: „Frei ist, wer vernünftig-sittlich handelt.“ - Plötzlich ist er aufgestanden und weg gegangen. Dabei hat er seinen Satz gegrummelt über die Jugend von heute, - laut Internet um 400 v.C. - Ach so. - Dieses Erlebnis stammt von einer älteren, sehr belesenen Freienohler Dame.

Die Namen der E-Mailer soll ich für mich behalten. Für die E-Mail-Inhalte zur Weitergabe an unser Freienohler.de danke ich!

Heinrich Pasternak

11.7.2016

Friedensplatz

Der neue Name für die Mitte in Freienohl    

Ein Freienohler macht diesen neuen Vorschlag. Der Einfall kam ihm, weil Freiheit und Frieden „ganz einfach“ zusammen gehören. Hier folgen sechs Entfaltungen:

Erstens: Unsere amtlichen Behörden und unsere offiziellen Ausschuss-Mitglieder werden wohl keinen Einwand gegen diesen Namen haben; er ist nicht identisch mit dem Namen Friedenstraße in Meschede.

Zweitens: Beim Googeln „Friedensplatz“ werden zahlreiche Städte in Deutschland aufgelistet. Dortmund, Stuttgart, Darmstadt, Bonn, Brake / Oldenburg, Rheine, Mannheim, Goch / Niederrhein, Heilbronn... Beim Weiterlesen eröffnen sich neue Information und interessante Interpretationen zum Friedensplatz.

Drittens: Der Name Friedensplatz ist mit seinem Lebens-Konzept für unsere Ortsmitte und genau an dieser Stelle geographisch und historisch ganz korrekt: unsere Alte Schule und mit ihr alle anderen Freienohler Schulen sind ein aktives Handlungs-Symbol für inhaltsreiche Ethik und Bildung; die ehemalige Domschenke und mit ihr alle anderen Freienohler Gastwirtschaften sind mit der uralten Erfahrung des Griechen Alkaios von Lesbos (630-580 v.C.): „In vino veritas – im Wein liegt Wahrheit“ wiederum ein aktives Handlungs-Symbol für friedliches Zusammensein. Der dritte Baustein, das dritte Symbol für unseren Friedensplatz wird nicht vergessen: der Weg in der Mitte von links nach rechts, von rechts nach links, von draußen, das heißt; von allen Straßen und Häusern und Wohnungen nach oben zu einem hochqualifizierten religiösen Glauben. Der Weg mit den aufsteigenden Stufen mag als Symbol gelten für den Dialog der Religionen. Dafür ist kommunikations-praktisch das Sprichwort „Virtus in medio – Die Tugend liegt in der Mitte“(Aristoteles, gilt als überzeugender Weltverbesserer, 384-322 v.C.). Der Name der Kirche ist Programm: St. Nikolaus ist Patron der Gefangenen (Internet: hinsehen.net / 6.12.2014): Menschen von ihren unterschiedlichsten „Gefangenschaften“ befreien: typisch für Friedensplatz!

Viertens: Mit den Argumenten in den Punkten Zweitens und Drittens hatte sich erübrigt (das Plusquamperfekt bedeutet vollendetes Perfekt, vollendete Vergangenheit) die anfangs unreflektiert aufgetauchte Platz-Benennung „Pausenhof“. Geographisch und historisch korrekt ist Pausenhof gewesen für die Schulmädchen der Alten Schule der linke Kirchplatz mit der Aufsicht einer Lehrerin, für die Schuljungen der Alten Schule der rechte Kirchplatz mit der Aufsicht eines Lehrers. Nachweise in den betreffenden Akten des Archivs Freienohl im Stadtarchiv Meschede in Grevenstein. - Pause in Assoziation mit Pausenhof meint keineswegs „Mal-einfach-nichts-tun“.

Fünftens: Ein Freienohler Politiker, klar: ein Leser von freienohler.de, las in einem anderen Diskussionsbeitrag zu „Neue Freiheit“ das dort empfohlene Online lesbare letzte Kapitel des Buches von Karlheinz Ruhstorfer: „Freiheit – Würde – Glauben“. Er entdeckte die inhaltlichen Parallelen von Freiheit und Frieden und außerdem eine unerwartete Dimension für Glauben und dabei auch für Kirche, die zutiefst mehr bedeutet als nur den Gegenstand Kirchen-Gebäude. Schon wiederholtes Aufatmen: Dialog der Religionen. Unsere Politiker im Bezirksausschuss können ja entscheiden zwischen „Neue Freiheit“ oder „Friedensplatz“!

Sechstens: Ein ganz unerwartetes Erlebnis: Ein bescheidenes Schmuckstück in Grevenstein wird auch die bestens geeignete Attraktion für unseren Friedensplatz! Also hinfahren, ansehen, staunen, bewundern! Clever: bei Sonnenschein. Veltins und die Ortseinfahrt rechts liegen lassen. Halten gleich hinter der kleinen Einfahrt zur ausgeschilderten Firma Fabri. Genau an dieser Straßen- Ecke liegt die Schadesche Wiese: kein langweiliger Rasen, sondern hier leben ganz verschiedene Sauerländische Gräser, farbenprächtige Blüten und Blumen, - kein mit kostbaren Rosen hochgezüchteter Schlosspark. Wohl gut 250 Quadratmeter meisterhaft gekonnte und zugleich unauffällige Gartenbau-Kunst. Ein optisch, gestalterisch gut überlegtes Blumen-Bilder-Schild informiert über alle Schönheiten... Genau das Sinnvollste für unseren zweiten Teil auf unserem Friedensplatz, für die Mitte in Freienohl! Von oben her gesehen, von unserer Kirche her, ist dieser Einfall selbstverständlich: Ein Zeichen für die Schöpfung Gottes! Von unten her, von der St. Nikolaus-Straße her gesehen: Ein Meisterwerk von menschlicher Ökologie und Ökonomie! Von rechts und von links: Ein Zusammen, eine Gemeinsamkeit von Kultur und Natur! Eben Friedensplatz!

 

25.9.2016

Freiheitsplatz                                                                                              

Plädoyer für eine offene Diskussion

für den Namen mitten in unserer Freiheit Freienohl

Die folgenden Worte unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel am 14. September 2016 passen genau in die Mitte unserer Freiheit Freienohl:

„Freiheitsrechte schützen auch die Freiheit. Religionsfreiheit und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen sind ein Kernbereich, was unser Land ausmacht. Gelebte Vielfalt ist die logische Konsequenz von Freiheit.“

Unser Freiheitsplatz liegt mitten in Freienohl:

nach Osten die St. Nikolaus-Kirche, ein Zeichen für Religion;

nach Westen die Volksbank, ein Zeichen für Volkswirtschaft;

nach Süden Friseursalon Brigitte Bornemann und Gardinen Dieter Schwefer, Zeichen für Arbeiten für Schönheit, Beruf, Handwerk;

nach Norden die Hauptstraße, die Straßen zur Ruhr und in den Westen, Zeichen für Offenheit in die Welt.

Vielleicht richten die Baumeister den Eckplatz ein für gelingende Kommunikation. Im Sommer 2016 pausierten da nur ab und zu 2, 3 junge Schulkinder für 8, 10 Minuten mit ihren smarten Diktatoren.

Für den zweiten Platz-Teil haben sich diese Möglichkeiten herumgesprochen: ein Sauerland-Blumen-Garten (wie in Grevenstein der Vikarsgarten): Kommunikation beim Schauen; - oder ein Labyrinth zum Durchschreiten (nicht so kostbar wie in Reims, Chartres...); - oder ein aus Steinen gestalteter Schachspiel-Platz; - oder wohl sinnvoller, weil leichter und von mehreren zu spielen: eine Stern-Halma-Spielfläche (vielleicht entleiht ja dazu ein Geschäft „nebenan“ die Spielsteine). Das ist neue Zeichensprache zur Kommunikation beim gemeinsamen Spiel. „Der Kernbereich“ der Spielregeln beweist sich als konkret „gelebte Vielfalt“ und „logische Konsequenz für Freiheit“. Durchaus im Sinn unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Unser Freiheitsplatz ist auch eine Erinnerung an die Wurzeln unserer Vergangenheit: 1250 waren wir ein eigener Gerichtsbezirk; 1272 erhielten wir den Titel Freiheit; 1364 wurde uns Lippisches Recht zugesprochen. Unsere St. Nikolaus-Bruderschaft fasst alles zusammen mit ihrem Konzept: Glaube – Sitte - Heimat.

Geradezu gleichzeitig lehrt den für das junge Europa bedeutsamen Impuls Freiheit in der Universität Paris der Theologie- und Philosophie-Professor Meister Eckhart. Seine Lebens-Daten: 1260 – 1327. Auch Professor in Köln und Erfurt; Ordensoberer der Dominikaner auf verschiedenen Ebenen, u.a. Gründer eines Dominikaner-Klosters in Dortmund. Spiritual, theologischer Leiter für Frauen-Klöster; Marktplatz-Prediger. Hier folgt ein für unseren Freiheitsplatz gewichtiges, korrekt übersetztes Zitat aus einer Predigt von Meister Eckhart:

„Einmal, an der Hohen Schule zu Paris (Sorbonne), wurde ich gefragt, ob das Erkennen Gottes edler sei als das Streben zu Gott? Ich gab zur Antwort, dass der gottförmige Mensch edel sei. Gottförmig aber ist der Mensch, wenn er erkennt. Daraufhin wurde mir entgegengehalten, dass viele einfache Leute edler seien als große Gelehrte, die meinen, Gott und die Welt zu erkennen. Dem kann ich nur zustimmen, denn zum Erkennen Gottes bedarf es nicht der Gelehrsamkeit, sondern der Freiheit. Die aber liegt mehr in der Vernünftigkeit des Menschen als in seinem Willen...Die vernünftige Seele des Menschen ist von Natur aus eine grenzenlos offene Möglichkeit … In dieser grenzenlosen Freiheit ist die Seele das Spiegelbild Gottes. Der Freiheit nach sind sich Gott und die Seele gleich. Das ungeschaffene Licht scheint in die Offenheit der Seele hinein, spiegelt sich in ihr wieder und gibt den Blick frei über sich hinaus ins Unendliche...“

Wer solche Worte, Gedanken noch nie gelesen hat oder sie vielleicht sogar für dummes Zeug hält, kann ganz frei nach nebenan in die Kirche gehen... Oder er setzt sich auf dem Freiheitsplatz mit anderen zusammen und diskutiert miteinander über das Freiheits-Konzept von Meister Eckhart. Freie Kommunikation unter Freunden wie damals hier in der Domschenke.

16.12.2016

Freiheit und die neue Treppe am Freiheitsplatz

Ein 6-jähriges Mädchen noch unten vor der neuen Treppe: „Ich zähle die Stufen!“ - „Woher weißt Du denn, dass das Stufen sind?“ - „Das sieht doch jeder.“ Auch das gemeinsame Hinsehen ist Freiheit.

Ein 10-jähriger Junge: „Die Treppe bin ich jetzt zehnmal 'rauf und 'runter gelaufen!“ - „Warum in beide Richtungen?“ - „Ist doch egal!“ - Signal für Freiheit.

Jemand geht die Treppe hinauf. „Ich gehe in die Kirche. An ihrem Eingang fasziniert mich der Türgriff. Der ist ein Zeichen für Jesus Christus!“ - „Ein Willkommensgruß?“ - „Für mich: ja.“ - Freiheit zur Kirche.

Jemand geht nicht die Treppe hinauf. „Ich gehe seitwärts 'rein. Der Haupteingang ist zu. Der ist nur offen, wenn die Kirche Gottesdienst feiert für alle.“ - Grenzen für Freiheit.

Jemand geht seitwärts in die Kirche. „Als ich jung war, musste ich durch die Mitte.“ Reife ein Zeichen für Freiheit...

Jemand geht die Treppe hinauf. Er macht eine Pause. „Ich denke gerade an die unendlich zahllosen Freienohler, die hier 'rauf und 'runter gegangen sind.“ Erinnerung = Denken = Freiheit.

Zwei bleiben erst unten, dann oben stehen.

Der eine: „ Ich denke an die Schulkinder, an die Jungen und Mädchen, an die Lehrer und Lehrerinnen, an die Ratsherren und Amtsherren, die früher hier links in die Ratsstube, in die Alte Schule gegangen sind.“ - Freiheit ist Lernstoff und Freiheit macht Politik möglich.

Der andere: „Und ich denke an die, die hier rechts in die Domschänke gegangen sind, - mit ihren guten und seltsamen Gefühlen und Gedanken, - mit viel und mit wenig Geld.“ - Nicht immer ganz und gar Freiheit.

„Ich denke an die zahllosen Prozessionen mit dem Allerheiligsten in Freienohl unterwegs: an Fronleichnam, zur Küppel-Prozession, Urbanus-Prozession, Bergmecke-Kreuzweg.“ - Ordnung ist auch Freiheit.

„Ich denke an die Hochzeitspaare mit ihren Eltern, Freunden... Ich denke an die Trauer-Familien und Freunde... An die Erstkommunionkinder, die immer wieder in die Kirche gegangen sind... Und ich denke an die, die nicht mehr wieder gekommen sind...“ - Vielfältige Zeichen für Freiheit.

„Ich denke an diejenigen, für die die Kirche zu ist, auch wenn sie offen ist.“ - Nicht immer ist Freiheit zu verstehen.

Aktenkundig ist diese Art Freiheit: Am 15. Juni 1866 wird „zum nördlichen Eingang der Kirche eine neue Treppe beschafft für den Herrn Pfarrer“. Im alten Kirchenschiff, - die jetzige Kirche gab es so noch nicht -, war unter dem zweiten Fenster links ein Eingang. - Freiheit hat mehrere Gesichter.

Bei unserer neuen Treppe mit 3 – 3 – 3 - 5 Stufen an die uralte Zahlen-Symbolik zu erinnern, das ist wohl sehr weit hergeholt und war bestimmt kein Baustein der meisterhaften Bauherren gewesen. Doch zur Freiheit des Denkens gehört menschlicher Einfallsreichtum: Hier an dieser Stelle möglich: Zur Zahl Drei: Aller guten Dinge sind drei! - Qualifiziertes menschliches Können besteht aus Glaube, Hoffnung, Liebe. - Weg-Ziel für Christen ist die Dreieinigkeit Gottes. - Zur Zahl Fünf: Auf jeder der zwei Tafeln des Gesetzes für den Alten und Neuen Bund stehen fünf Gebote. - Für Christen zeigt das Kreuz 5 Punkte: die Mitte und 4 Ecken. - Religionsfreiheit gehört im Abendland, in Europa, in Deutschland zur Freiheit.

Die neue Treppe ist ein souveränes Zeichen, Symbol am Freiheitsplatz für unsere Freiheit Freienohl!

3.1.2017

Freiheitsplatz 2017 ?

Auf das Fragezeichen antwortet die Neujahrsansprache unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel, - zum nochmal Hören und Lesen im Internet. Ihre Ermunterungen, Aufforderungen eröffnen neues Denken zu unserem schon schönen lehrreichen Platz mitten in unserer Freiheit Freienohl.

In den beiden vergangenen Jahren konnte auch mit Schmunzeln gelesen, gesehen und gehört werden, wie Politiker und politisch Engagierte sich verhalten mit oder ohne Wissen von www.rhetorik.ch : Diskutieren – aber wie? : Argumentationstechniken : Rationale Argumentation; bis hin zur Zeitschrift „Sauerland“ (3, September 2015, S. 118-120).

Also.

Antonette Bause-Platz: hat sich wohl erübrigt, weil solch eine Erinnerungs-Kultur nicht intensiv genug war für dieses Fräulein Lehrerin unserer Mädchenschule (alle Jahrgänge in einem Klassenzimmer) von 1836 – 1860 (24 Jahre lang), danach mit ihrer Stiftung an unsere Sparkasse zum Anschaffen von Lernmitteln für arme Freienohler Kinder, die bis 1914 reichte.

Pausenhof: Diese Name ist historisch nicht korrekt für den Platz unserer Alten Schule, die zum Teil an der Stelle des Alten Rathauses stand, und der Domschänke (mit einigen noch älteren Namen). Ältere Freienohler wissen das noch aufgrund ihrer eigenen Schulzeit in ihrer Alten Schule: für die Mädchen war ihr Pausenhof links von der Kirche auf dem Kirchplatz, dem früheren Kirchhof; für die Jungen rechts. Die Mädchen durften sich auch nicht am Geländer zur Hauptstraße festhalten; sie trugen einen Rock, ein Kleid. Die Jungen durften auch nicht hinten ganz rechts die Treppe hinabgehen. Von einem Lehrer ist aktenkundig: „Sie haben nur mit den Mädchen gekichert.“ - Und für die – zumeist – Herren war ihr Geschwater in der Domschänke viel mehr als eine Pause. - Noch ein Anhängsel: Die Fotos in der Zeitschrift „Sauerland“ zeigen mithilfe des entsprechenden Abschnitts aus www.rhetorik.de (s.o.), wie und warum solche Fotos hergestellt werden.

Namenlos. Diese Stelle, dieses für unsere Freiheit Freienohl anspruchsvolle Zentrum namenlos? Na na! No, no!

Freiheitsplatz: Die Geschichte unserer Freiheit Freienohl, der Erziehungs-Anspruch nicht nur unserer Alten Schule, das Jahrhunderte lange ganz besondere Zusammensein in der Domschänke mit ihren „Vor-Schänken“ UND die Neujahrsansprache für 2017 von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel ergeben jetzt den Namen Freiheitsplatz.

4.2.2017

„FREIHEIT“ : unser Platz mitten in unserer Freiheit Freienohl!

Konkretes Plädoyer für 650 Jahre Freiheit Freienohl: 22. Februar 1364 - 2014

Nach dem schönen Bau dieses Platzes mit seiner neuen Symbolik, womit sich auch der Arbeitstitel „Pausenhof“ erübrigt hat, nun die konkreten

Maßstäbe

für unseren Platz mitten in unserer Freiheit Freienohl

Wie kann unser Platz lebendig werden, lebendig sein?

Dafür ist es wichtig, ein Motto, einen Beweg-Grund, einen politisch deutlichen Namen zu haben, der nicht nur historisch und geschichtlich korrekt ist, sondern auch für unsere Gegenwart und unsere und unserer Kinder Zukunft ist.

Es gibt damit 3 praktische Schritte, das wahrzunehmen und wahr zu machen:

Wir blicken so weit und so gründlich in die Vergangenheit zurück, dass dieser Rückblick dem Verstehen unserer Gegenwart dient.

Dieser Rückblick motiviert uns auch für unsere Zukunft.

Die Motivation setzt das eigene Leben so in Bewegung, dass sich auch andere Freienohler in Bewegung setzen, Jung und Alt, U 40 und Ü 40.

Der Name „Freiheit“ fasst diese Maßstäbe für diesen unseren Platz mitten in unserer Freiheit Freienohl zusammen.

Vorschläge,

die diese Maßstäbe konzeptuell und politisch nicht ganz korrekt erreichen

Der Name „Antonette Bause – Platz“ kann allzu sehr auf eine Person, auf eine Berufsgruppe bezogen sein. Selbstverständlich war Antonette Bause eine gewiss vorbildliche Frau und Lehrerin. Ein ausführlicher Text: freienohler.de / Geschichte / Personen / Einzelpersonen: Eine ganz besondere Lehrerin.

Hier eine Kurzfassung:

Bis jetzt existiert nur EIN Frauen-Straßen-Name bei ZWANZIG Männer-Straßen-Namen bei uns in Freienohl! EIN Frauen-Straßen-Name hat Platz!

Antonette Bause ist die ZWEITE FRAU, nach der in Freienohl ein öffentlicher Platz benannt wird. Christine Koch hatte als ERSTE FRAU einen Straßen-Namen verdient. Antonette Bause ist die erste Lehrerin der 1836 ganz neu eingeführten MÄDCHEN-SCHULE im ganz alten Rathaus in Freienohl.

Antonette Bause ist die zweite Frau und die erste Lehrerin, die zur SCHÜTZEN-KÖNIGIN erwählt wurde und zwar 1857 vom Schützen-Hauptmann und Schützen-König Bauunternehmer Maurermeister Franz Göckeler, weil sie mit Freienohlern und ihren Kindern zusammen leben und lernen konnte.

Antonette Bause hat 1873 nach 36 Dienstjahren als Lehrerin in Freienohl eine STIFTUNG für arme Freienohler Schulkinder hinterlassen, die bis 1907 reichte.

Mit dem Namen Antonette Bause Platz braucht keine Haus-Nummer geändert werden. -Kein anderer Frauen-Name passt besser an diese Stelle in unserer Freiheit Freienohl! Außerdem in freienohler.de : Die Freienohler Schulen von 1716 bis 1966 / Geschichtliches rund um unsere alte Schule.

Der Name „Franz Göckeler Platz“: kein Politiker, wie bei zahlreichen Freienohler Männer-Straßen-Namen, sondern zu seiner Lebenszeit wegen seiner beruflichen Leistungen DER Maurermeister, DER Bauunternehmer (Alte Schule, viele Wohnhäuser, Planung von Straßen-Instandsetzungen), Schützen-Hauptmann, Schützen-König, Ehemann, Familienvater mehrerer Kinder... Einzelheiten bei freienohler.de zu Antonette Bause und Alte Schule und jetziges Altes Amtshaus.

Der Name „Pausenhof“ war der Titel für das Bauprojekt und hat sich aus historischen und geschichtlichen Gründen als nicht geeignet gezeigt: In den rund 100 Jahren (1852 – 1956) „Alte Schule“ war für ihre Schulkinder ihr Pausenhof der Kirchhof (heutzutage: Kirchplatz) unserer St. Nikolaus Pfarrkirche; in den Archiv-Schul-Akten genau unterschieden: für die Mädchen links vom Kirchen-Portal, für die Jungen rechts. Ihren anderen Pausenhof hatten die Schulklassen am Alten Amtshaus und am ehemaligen Feuerwehrhaus. Wieder andere Pausenhöfe gab und gibt es für Freienohler Schuljugend in der St. Nikolaus-Grundschule, im Alten Schwesternhaus, in der Konrad Adenauer Hauptschule, in Arnsberg: 5, in Meschede: 6, in Eslohe: 3, in Bestwig, Olsberg.

Die Lebenswirklichkeit zeigt also: ein Pausenhof hat seine schulpädagogische Aufgabe im Bildungs- und Kultur-Auftrag der Schule.

Vorschlag,

der die Maßstäbe konzeptuell und politisch korrekt erreicht

Der Name „Freiheit“: Ältere und alte Freienohler wissen noch, wo „Unter die Freiheit“ und „Ober die Freiheit“ ist: unterhalb von Am Hügel und der Twiete und oberhalb vom Stückelhahn bis gut 1950, aktenkundig im Freienohler Archiv.

Im jetzigen. Jubiläums-Jahr „650 Jahre Freiheit Freienohl 1364 – 2014“ (22. Februar) genau der aktuelle Anlass, unserer Mitte diesen Namen zu geben.

Kulturgeschichtlich und Gartenbau architektonisch ganz und gar übereinstimmend und genau richtig: das deutlich viermalige Grün im Zentrum dieses Platzes bringt unsere Freienohler Kultur zusammen mit der uralten Zahlen-Symbolik für die Vier. Sie ist Zeichen für den Kosmos, für die vier Himmelsrichtungen und Jahreszeiten. Das bedeutet für uns: Freienohler haben die Freiheit, in der ganzen Welt zu leben, zu arbeiten. Es gibt eine noch gründlichere, religiöse Deutung, Interpretation aus der alt-iranischen Kulturwelt, aufgegriffen vom Judentum und von ihm her in Europa: die im Alten Testament bekannten vier Paradies-Flüsse fließen aus der eigentlichen Freiheit mit den Zeichen des Tetragramms, den vier Buchstaben des biblischen Gottesnamens JHWH. Manchen fallen außerdem auch die vier Siepen durch Freienohl ein.

Wenn wir Freienohler heutzutage, in diesem Jubiläums-Jahr 1364 – 2014 und immer von „Unter die Freiheit“ und „Ober die Freiheit“ her mitten im Zentrum unseren neuen Platz „Freiheit“ nennen und hier zusammenkommen, ist das politisch korrekt und echt Freiheit Freienohl!

„Komm zur `Freiheit´, mach mit!“ - „Wo ist das denn?“ - „Mitten in Freienohl!“

11.2.2017

Cousolre-Platz oder Freiheitsplatz oder?

Erst Diskussion, dann Plädoyer, dann Entscheidung der offiziellen Politiker.

Diskussion ist kein Geplauder, kein Geschwater, sondern korrekte Praxis des Harvard-Prinzips. Nämlich: 1. Sachbezogen diskutieren: Mensch und Problem werden getrennt. Nicht auf das Gegenüber einschießen, sondern auf das Ziel konzentrieren. 2. Interessen abwägen: „Warum“-Fragen machen die unterschiedlichen Positionen bewusst. 3. Optionen suchen: Lösungsmöglichkeiten sammeln. 4. Beweise erbringen: Objektive Kriterien. (Heutzutage normaler „Schulstoff“; dazu Internet: Marcus Knill: Argumentationstechniken)

Informationen, Vorschläge

Zunächst aufgelistet:

Pausenhof, Antonette Bause-Platz, Franz Göckeler-Platz, Carl Richard Montag-Platz, Cousolre-Platz, Freiheitsplatz.

Etwas entfaltet:

Pausenhof

Der gesamte neue Platz an der Stelle der Alten Schule (1852 – 1956) und der Domschänke (mit einigen noch älteren und neueren Namen). Den Platz der Alten Schule Pausenhof zu nennen, ist historisch, schulpädagogisch, auch mithilfe politischer Meinungs-Steuerung (die Fotos in Zeitschrift „Sauerland“, 3 / September 2015, S. 118 – 120) nicht korrekt. 1. Für die Schulkinder war ihr Pausenhof der Kirchhof: für die Jungen (damals Knaben genannt) rechts von der Kirche; sie durften auch nicht hinten ganz rechts die Treppe hinabsteigen; von einem Lehrer ist aktenkundig: „Von der anderen Seite her waren auch mal Mädchen da, aber die haben nur miteinander gekichert“. Für die Mädchen war ihr Pausenhof links von der Kirche; sie durften sich nicht am Seiten-Gitter zur Hauptstraße hin (damsls Provinzialstraße, dann Adolf Hitler-Straße, dann Von Steuben-Straße festhalten; damals reichte die Mauer direkt bis zur Straße, sie war nicht – wie heutzutage – unterbrochen). Eine Vorschrift erwähnt nicht die Kleider, Röcke der Mädchen, auch nicht die Fußgänger unten, sondern die ab und zu stattgefundenen „Circus-Veranstaltungen und Lustbarkeiten“ auf der Straße (1882, Akte 1172); knapp 20 Jahre später hat der Local-Schul-Inspector, der Pastor auch den Frauen „gepredigt“. - 2. Die Schule war kein Pausenhof: Bekannt sind diese beiden Sprüche: „Non vitae sed scholae discimus – Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir!“ Diesen Spruch schreibt der römische Philosoph, Schriftsteller und Politiker Seneca an seinen Freund Lucull. Das ist schon lange her: - 65 n. Chr. Irgendwann wurde der Spruch umgedreht. - 3. Ehemalige Schüler der Alten Schule erinnern sich noch – heutzutage schmunzelnd – an die vom Lehrer blitzschnell aus seinem Ärmel herausgezogene Rute zum strafenden Fingerschlag. - 4. Auch die Domschänke gehört nicht zum Pausenhof. Hier wurde nicht nur nach dem „Hochamt“, - da „gingen die Männer zur Kirche“ -, 1, 2, 3 Bier getrunken oder abends nach der Arbeit, sondern sie war auch ein Treffpunkt orts-politischer Bedeutsamkeit! Ein Beleg aus den Sitzungs-Protokollen der Gemeinde Freienohl (Akte 1376, Archiv Freienohl, Stadtarchiv Meschede in Grevenstein): Am 9. Februar 1902: „In der heute auf 3 Uhr nachmittags im Lokal des Gastwirts Kerstholt anberaumten Sitzung der vereinigten Vertretungen der hiesigen politischen Gemeinde und Schulgemeinde, zu welcher die Mitglieder der eingeladenen Vertretungen in beschlussfähiger Anzahl erscheinen wollen, und über die Trennung der Küsterstelle von der ersten Lehrerstelle hierselbst, wurde folgendes beschlossen: 1.) Zum Vorsitzenden der Versammlung wird der stellvertretende Amtmann Hohmann gewählt. 2.) Die Trennung der Küsterstelle von der ersten Lehrerstelle hierselbst wird einstimmig beschlossen und zum Zweck der Beschaffung der nötigen Unterlagen für die ver...(nicht korrekt lesbar) Gemeindesitzung eine besondere Kommission gewählt, in welcher wenigstens 2 Mitglieder der einzelnen Vertretungen vertreten sein sollen. In die Kommission wurde gewählt: a) von der politischen Gemeindevertretung: aa) Bauunternehmer Kehsler, bb) Gastwirt Tönne; b) von dem Kirchenvorstand: aa) Kaufmann Helnerus, bb) Landwirt Kückenhoff; c) von dem Schulvorstand: aa) Gastwirt Kerstholt (von der Domschänke), bb) stellvetretender Amtmann Hohmann; zugleich als Vorsitzender der Kommission: Hohmann. - Anwesend sind unter dem Verfolg (korrekt abgeschrieben) des stellvertretenden Amtmanns Hohmann: 1.) Von der Gemeindevertretung: a) Kehsler, Gemeinde-Vertreter, b) Kückenhoff, Gemeinde-Vertreter; ferner die Gemeinde-Vertreter: c) Tönne, d) Kerstholt, e) Flinkerbusch, f) Neise, g) Altenwerth; 2.) von dem Schulvorstand: a) Schulvorstand Kerstholt, b) Schulvorstand Korte; 3.) von der Vertretung Kirchengemeinde-Vorstand; a) Helnerus, Kirchenvorstand, und b) Kückenhoff, c) Heinrich Rocholl (mit Vorname), d) Albers, e) Röther. - 5. Im Jahr 2016 konnte wohl kaum gesehen, festgestellt werden, - auch bei schönstem Wetter nicht -, dass Freienohler, genauer: die Freienohler, den schon fertig gestellten Platz als ihren Pausenplatz benutzt haben.

Antonette Bause-Platz

Dieser Name kann allzu sehr auf eine Person, auf eine Berufsgruppe bezogen sein; also ein durchaus möglicher Einwand. - Selbstverständlich war Antonette Bause eine gewiss vorbildliche Frau und Lehrerin. Ein ausführlicher Text steht in: freienohler.de / Geschichte / Personen / Einzelpersonen: Eine ganz besondere Lehrerin. - Hier eine Kurzfassung:

Bis jetzt existiert nur EIN Frauen-Straßen-Name bei ZWANZIG Männer-Straßen-Namen bei uns in Freienohl! EIN Frauen-Straßen-Name hat, hätte Platz!

Antonette Bause ist die ZWEITE FRAU, nach der in Freienohl ein öffentlicher Platz benannt wird. Christine Koch hatte als ERSTE FRAU einen Straßen-Namen verdient. Antonette Bause ist die erste Lehrerin der 1836 ganz neu eingeführten MÄDCHEN-SCHULE im ganz alten Rathaus in Freienohl.

Antonette Bause ist die zweite bekannte Frau und die erste Lehrerin, die zur SCHÜTZEN-KÖNIGIN erwählt wurde und zwar 1857 vom Schützen-Hauptmann und Schützen-König Bauunternehmer Maurermeister Franz Göckeler. Er hatte über Jahre erfahren, dass sie mit Freienohlern und ihren Kindern zusammen leben und lernen konnte.

Antonette Bause hat 1873 nach 36 Dienstjahren als Lehrerin in Freienohl eine STIFTUNG für arme Freienohler Schulkinder hinterlassen, die bis 1907 reichte.

Mit dem Namen Antonette Bause Platz braucht keine Haus-Nummer geändert werden. -Kein anderer FRAUEN-Name passt besser an diese Stelle in unserer Freiheit Freienohl! Mehr weiß freienohler.de : Die Freienohler Schulen von 1716 bis 1966 / Geschichtliches rund um unsere alte Schule. - Aber vielleicht ist der Name Antonette Bause-Platz für die Erinnerung doch nicht so zukunftsoffen, denn eine Lehrerin als Schützenkönigin?

Franz Göckeler-Platz

Franz Göckeler gehört nicht zu den Politikern wie der zahlreichen Freienohler Männer-Straßen-Namen, sondern wegen seiner beruflichen Leistungen in Freienohl. Hier war er DER Maurermeister, DER Bauunternehmer (Alte Schule, viele Wohnhäuser, Planung von Straßen-Instandsetzungen), Schützen-Hauptmann, Schützen-König, Ehemann, Familienvater mehrerer Kinder... Einzelheiten bei freienohler.de zu Antonette Bause und Alte Schule und jetziges Altes Amtshaus. - Ein paar Daten: Franz Göckeler: geb. 26.09.1826; sein Beiname: Thrinen; gest. 10.9.1897; Alte Haus-Nr. 107 a (Chausseestraße / Hauptstraße). Erste Heirat: am 16.5.1854 mit Christine Tönne: geb. 5.1.1831; gest. 24.4.1866; eine Tochter: auch Christine: geb. 5.2.1866; gest. 8.4.1866 (2 Monate junges Baby; seine Mutter starb 16 Tage später, in der Freienohler Sterbeliste ist keine Ursache angegeben; im Jahr 1866 gab es 25 Verstorbene, davon 11 Kinder. ZweiteHeirat: am 24.8.1867 mit Maria Catharina Margaretha Franzes aus Niederberge: geb. etwa 1813; gest.24.4.1882. Kinder aus dieser 2. Ehe: Sohn: geb. 7.2.1869, gest. 7.2.1869, namenlos, weil nicht getauft; Gertrud: geb. 23.2.1870, gest. 21.4.1870. Viele Lebenserfahrung hat diese Familie, dieser Maurermeister und Schützenhauptmann! Für die Namen-Gebung dieses Platzes ist sehr wertvoll: die Familie Göckeler, - auch unabhängig von diesem Franz -, ist seit 1691 in Freienohl aktenkundig, ein Jodokus als Trauzeuge. Wer wird schon zum Trauzeugen gewählt? Und seit sicher 150 Jahren – schon Erbgut! - ist die Familie Göckeler jeder Zeit mit allen Körper- und Geistes-Kräften engagiert um das „gegenständliche“ und häusliche Wohl in und um Freienohl in der Feuerwehr.

Carl Richard Montag-Platz

Bei diesem Namen gebietet mehr als die Höflichkeit das Aufschlagen im Internet. Dabei ist nicht zu übersehen: Stiftungen Urbane Räume. Und Freienohler wissen um den Förderverein Freienohl. Nach seiner Himmelfahrt finden Freienohler bestimmt einen Gedenk- besser: Dank- Platz.

Nun zum ganz neuen Vorschlag:

Cousolre-Platz

Eine Cousolre-Straße gibt es zwar in Freienohl, aber der Straßen-Name hat in Freienohl, für Freienohler noch nicht ausgereicht für die Erinnerung, für das soziale Gedächtnis. Erinnerung ist ein komplexes Geschehen. Entfaltet kann das hier nicht werden. Ein paar Bausteine müssen hier ausreichen für diese Qualität: Die Identität des Menschen besteht aus Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Also: hier kurzgefasst, was ausführlich steht in freienohler.de : Freienohl : Rund um Freienohl : Wissenswertes und Interessantes.

Notwendig, Not wendend war nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) und dem nationalsozialistsischen und narzisstischen Machtmissbrauch der Aufbau und Ausbau von Völker-Freundschaft. Konkret auch mit Frankreich. Die 1965 begonnenen freundschaftlichen Beziehungen mit der Stadt Cousolre erreichten einen Höhepunkt am 13. April 1974 mit dem Partnerschafts-Vertrag zwischen unserer Freiheit Freienohl und – der gar nicht so weit entfernten – Stadt Ville de Cousolre. Jahr für Jahr praktizieren die verschiedenen Freienohler Vereine die begonnene Freundschaft mit dem Vorsitzenden unseres Cousolre-Kommitees Paul Ernst Altenwerth. Ein weiterer und zukünftig immer sichtbarer Höhepunkt unserer Freienohler Identität kann in unserer Mitte sein der Cousolre-Platz. Dieser Name zeigt für alle Freienohler immer sehr deutlich und gerade jetzt: Wir kümmern uns konkret um Europa!

Freiheitsplatz

Ein ziemlich freiheitliches Palaver ist da bei Seppl in seinen „Vier Jahreszeiten“ zu hören. Da schwatern miteinander, durcheinander, ganz frei: der Hüne vom Küppel und ein paar Freienohler: „Die Neujahrsansprache 2017 von Angela Merkel passt einfach genau zum Freiheitsplatz!“ - „Ja. Ich zitiere: Wir sind frei, mitmenschlich, offen!“ - „Und jetzt brauchst du nur zu googeln: Freiheit Zitate“ - „Du hast gar keine Zeit, die über 100 Zitate zu lesen!“ - „Klar, ich will ja auch 'was tun: mitmenschlich sein.“ - „Wer sagt denn eindeutig, was mitmenschlich ist?“ - „Da bin ich ganz offen.“ - „Du redest wie ein Greenhorn!“ - „Wieso? Ich gehe auf jeden Menschen zu.“ - „Das ist aber eine Milchmädchenrechnung!“ - „Kurz die Story, eigentlich ein Gedicht: Das Milchmädchen Margit Perette will auf dem Markt seine Milch verkaufen. Auf ihrem Kopf trägt sie den Milchtopf. Lustig und locker träumt sie und plant: Mit dem Geld kauft sie Hühner, dann von den Eiern ein Schwein, später eine Kuh, zum Schluss einen eigenen Bauernhof. Und aus lauter Spaß und Freude stolpert sie. Die Milch ist verschüttet. Der Traum ist vernichtet.“ - „Genau. Milchmädchenrechnung.“ - „Auf Hochdeutsch: Fehlkalkulation.“ - „Naive Argumentation.“ - Der Hüne vom Küppel: „Rechnen nur mit den Fingern der eigenen Hand.“ - „Sauerländer sagen jetzt: Woll!“ - „Und wie kommen wir jetzt zum Freiheitsplatz?“ - „Nicht mit Margit Perette von La Fontaine, sondern mit Marguerite Porete mit ihrer Mystik der Freiheit: Der Spiegel der einfachen Seelen.“ - „Bekanntlich wurde sie am 1. Juni 1310 mitten in Paris mit diesem Buch in der Hand bei lebendigem Leib öffentlich verbrannt.“ - „Zum Glück gab es schon Abschriften. Nur ein sehr kurzes Zitat: Der Fernnahe macht der Demut den Weg frei.“ (S. 144) - „Der „Fernnahe“ meint Gott, das und alle die anderen Wörter werden auf 210 Seiten erklärt.“ - „Da geht man wohl vom Freiheitsplatz direkt in die Kirche, in Ruhe, um alles zu verstehen.“ - „Genau, egal, ob evangelisch oder katholisch. Damals gab es diese Unterscheidung noch nicht.“ - „Diese Marguerite Porete war mit dem berühmten Meister Eckhart befreundet?“ - „Selbstverständlich. Vielleicht hatte der den Vorteil, dass er ein Mann war und Dominikaner. Denn Marguerite war eine alleinstehende, ledige Frau.“ - „Bleibt Ihr mal eben sitzen. Mein Beitrag ist etwas länger. Dieser Meister Eckhart lehrt den für das junge Europa auch politisch bedeutsamen Impuls: Freiheit in der Universität Paris als Theologie- und Philosophie-Professor, auch in Köln und Erfurt; er war Ordens-Oberer der Dominikaner auf verschiedenen Ebenen, u.a. Gründer eines Dominikaner-Klosters in Dortmund (Propsteihof und Kirche). Spiritual, theologischer Leiter für Frauen-Klöster; und auch Marktplatz-Prediger.“ - „Jetzt ein für unseren Freiheitsplatz gewichtiges Zitat aus einer seiner Predigten: Viele einfache Leute sind edler als große Gelehrte, die meinen, Gott und die Welt zu erkennen. Dem kann ich nur zustimmen, denn zum Erkennen Gottes bedarf es nicht der Gelehrsamkeit, sondern der Freiheit....Die vernünftige Seele des einfachen Menschen ist von Natur aus eine grenzenlos offene Möglichkeit … In dieser grenzenlosen Freiheit ist die Seele das Spiegelbild Gottes. Der Freiheit nach sind sich Gott und die Seele gleich. Das ungeschaffene Licht – Gott - scheint in die Offenheit der Seele hinein, spiegelt sich in ihr wieder und gibt den Blick frei über sich hinaus ins Unendliche...“ - „Was diese Beiden, Marguerite Porete und Meister Eckhart, hier über die Freiheit sagen, ist mehr als eine schöne spirituelle Sonntagspredigt.“ - „Ich geh' mal hinein in die Kirche, um die Zitate zu verdauen.“ - „Und ich meine, wir setzen uns hier auf dem Freiheitsplatz zusammen und diskutieren miteinander über das Freiheits-Konzept Europas.“ - „Okay. Freie Kommunikation unter Freunden wie damals hier in der Domschänke.“ - Der Hüne vom Küppel: „Ich fange mal so an: Gut 50 Jahre nach dem Feuertod von Marguerite Porete, gut 30 Jahre nach dem Tod von Meister Eckhart – 1327 -, da wurde am 22. Februar 1364 unser Freienohl zur Freiheit erhoben!“

19.2.2017

Nikolaus-Platz

Beim Kaffee mit oder ohne Teufelchen mit lebenserfahrenen Freienohlerinnen im Trauer-Café war bei der „Platz-Diskussion“ dieser ganz plötzliche Einfall die Lösung: Nikolaus-Platz! Denn für den „Antonette Bause-Platz“ gibt es keine Erinnerung, „das müsste man erst studieren“. - „Pausenhof“ ist auch verkehrt: „In unserer Alten Schule haben wir keine Pause gemacht“. „In der Domschänke hatten Frauen eigentlich nichts zu suchen“, „“nur Bedienung“. - Dann „Cousolre-Platz“: Gut. „Wir waren mal da“. „Aber was wissen die 15- bis 50-Jährigen vom Zweiten Weltkrieg?“ „Und Cousolre mit der jetzigen Europa-Politik zusammenbringen?“. - „Freiheitsplatz“? „Sehr gut, denn wie lange dürfen wir unseren Beinamen Freiheit noch behalten?“. „Problematisch.“ - Ob das dann der Hl. Nikolaus selbst war? „Nikolaus-Platz“. Ohne das „St.“, das gehört zur Kirche.“ Danke diesen Damen!

4.5.2017

Platzname mitten in Freienohl: beschlossen oder noch offen?

„Freiheitsplatz“: historisch und geschichtlich korrekt für Freiheit Freienohl.

„St. Nikolaus-Platz“: Zwischen St. Nikolaus-Straße und St. Nikolaus-Kirche. Platz-Lage passt.

„Wohlfühl-Platz“: Trotz der weichen nicht sauerländischen Stein-Farbe: Na ja, passt. Oder im Sinn vom „anstrengungsfreien Wohlstand spätrömischer Dekadenz“ (Guido Westerwelle).

„Donald-Platz“: Wegen der gold-gelben Platz-Farbe: passt nicht.

„Pausenhof“: Nana! Pfarrer Falter – vor über 100 Jahren – und Pfarrer Dolle vor ein paar Jahren hatten den Zeigefinger erhoben: „Die Mädchen sollen sich nicht am Geländer festhalten!“. So passt dieser Name nicht. Oder nur mit Schmunzeln! Oder nur mit „Gekicher“, wie damals bei den Schuljungen.

„Pausenhof“: Passt doch! Ist sprachlich nur eine Denominatio extrinseca, - eine nur äußerliche Benennung.

Tatsächlich hat ein Papst das gesagt, Bonifatius VIII, 1294-1303: „Was alle berührt, muss von allen genehmigt werden! - Quod omnes tangit, debet ab omnibus approbari!“

 

30.5.2017

„Pausenhof“ - „Cousolre-Platz“

Immer weiter denken plus diskutieren, das tun die PAV – Pisces Argentei Vrigenole – Silber-Fische von Freienohl; gerade attraktiv nach den politisch-europäischen Eindringlichkeiten unserer Bundeskanzlerin und unseres Bundesaußenministers.

Wort-Blöcke:

„Bloß nicht diskutieren! Ist doch alles schon geklärt, gedruckt, proklamiert.“ -

„Dethematisierung etwa auch rund um das Pfingstfest für geistbegabte oder denkfreie Freienohler?“ -

„Unsere kleine Cousolre-Straße, so schön abseits, reicht uns doch in Freienohl.“

„Ganz anders Europa-Politiker von heute: Die haben einen zentral orientierten Blick: Für Freienohl gehört Cousolre in die Mitte!“ -

„Ach so. Wie der gründliche Artikel in Freienohler.de: „Partnerschaft Freienohls mit der Stadt Cousolre in Frankreich“ mit den Gründer-Jahren 1966, 1974.“ -

„Genau. Der Präsident Macron meint ja mit „zaghaften Europäern“ nicht ausdrücklich Freienohler auf unserem Pausenhof.“ -

„Selbstverständlich auch nicht unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vor ein paar Tagen: „Wer sich heute nationale Scheuklappen aufsetzt, verläuft sich letztlich im Abseits“. Diese Position von Frau Merkel geht noch weiter: „Und keinen Blick hat für die Welt um sich herum“.“ -

„Dafür ist ja das bewundernswerte Gegenbeispiel der gebürtige Freienohler und schon lange Weltbürger, der Finanz-Spender und Denk-Stifter Carl Richard Montag in Bonn.“ -

„Also geistvoll, - nicht nur wegen Pfingsten -, und europäisch denkweit handeln!“ -

„Anstatt Pausenhof: Cousolre-Platz!“

Aufgrund der „Psychopolitik“: Manche Kriegsteilnehmer wissen nicht, dass sie oder ob sie oder wie sie Kriegsteilnehmer sind, ob sie Waffenlose oder Unbewaffnete sind im Sinn der Psychopolitik bei der „Austreibung des Anderen“.

 

Die Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes „Sauerland“ Heft 2, Juni 2017, s. S. 23-25 ist erschienen. Die vergleichende Analyse „Pausenhof“ mit den zitierten Veröffentlichungen von Prof. Dr. Byung-Chul Han kann korrekt beibehalten werden. So stand auch gemäß der z. Zt. üblichen Medien-Vokabeln „öffentliche Informationsveranstaltung“, „Planungsprozess“, „Umsetzungsstrategie“, „Entwicklungskonzept“ (s.S. 23) der Name „Pausenhof“ vorher schon fest.

Heinrich Pasternak, 18.6..2017.